Palmzweige und Palmesel

Was verbirgt sich hinter dem Palmsonntag?


Aktualisiert am 29.03.2026 – 07:18 UhrLesedauer: 3 Min.

Palmsonntag: Viele haben an diesem Tag einen Palmzweig geschmückt. (Quelle: Matthias Balk/dpa)

Palmsonntag ist sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche ein wichtiger Feiertag. Doch welche Bedeutung hat der letzte Sonntag vor Ostern?

Der Palmsonntag ist der sechste und letzte Sonntag der Fastenzeit sowie der letzte Sonntag vor Ostern. In der evangelischen Kirche ist er unter dem Namen Palmarum bekannt. Der Palmsonntag leitet die Karwoche ein, in der Christen mit Gottesdiensten und Fasten der Leidenszeit Jesu Christi gedenken, und die eine Woche später am Ostersonntag endet.

Palmsonntag ist immer der letzte Sonntag vor Ostern, fällt aber nicht in jedem Jahr auf das gleiche Datum. 2026 ist es der 29. März. Wie sich die Termine für die Feiertage in der Karwoche berechnen, können Sie hier nachlesen.

Der Palmsonntag ist kein gesetzlicher Feiertag, wie auch der Ostersonntag. Das wirkt sich in diesen Fällen aber tatsächlich kaum aus, da Sonntage gesetzlich in der Regel ohnehin mit Feiertagen gleichgestellt sind.

Am Palmsonntag wird der triumphale Einzug von Jesus in Jerusalem gefeiert, der im Neuen Testament beschrieben wird. Das Johannesevangelium erzählt davon, wie Jesus auf einem Esel in die Heilige Stadt ritt und von glücklichen Menschen empfangen wurde. Diese sahen in ihm den Messias und Retter. Sie breiteten ihre Umhänge auf der Straße aus und begrüßten Jesus mit den Worten „Hosanna“, einem jüdischen Jubelruf.

Fünf Tage vor der Kreuzigung ist der Palmsonntag aber auch mit dem Leiden Christi verbunden. In Europa wird das Fest seit dem 8. Jahrhundert begangen.

Im Matthäusevangelium steht zudem geschrieben, dass die Menschen Jesus zum Zeichen seines Königtums Palmenzweige vor die Füße streuten. Schon im Altertum galten Palmen als heilige Bäume. Sie sind das Symbol der Märtyrer, die den Sieg über die Mächte der Welt errungen haben, und gelten als Sinnbild des Lebens und des Sieges. Bis heute werden Palmenzweige bei Gottesdiensten und Prozessionen am Palmsonntag eingesetzt.

Wo keine Palmen wachsen, werden sie zum Teil durch Zweige heimischer Bäume wie Buche, Haselnuss, Birke, Ahorn oder Buchsbaum ersetzt. Einige Gewächse tragen ihre Bedeutung für den Feiertag sogar im Namen, etwa die Sal-Weide (Salix caprea), deren silbrige Blüten oft als Palm- oder Weidenkätzchen bezeichnet werden, oder der Ilex (Ilex aquifolius), im Volksmund Stechpalme genannt.

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