Emmausgang und Georgiritt
Spektakuläre Bräuche am Ostermontag
Aktualisiert am 21.04.2025Lesedauer: 2 Min.
Am Ende der Karwoche werden Schwerter gezückt und Raffer treten gegen Läufer an. Die Traditionen sind teils spektakulär. Doch was feiern wir eigentlich?
Bis heute wird an den Ostertagen die Wiederauferstehung Jesu gefeiert, wenngleich bei vielen Menschen eher der Osterhase und seine Geschenke im Vordergrund stehen.
Ostermontag ist immer der Montag nach Ostersonntag, fällt aber nicht in jedem Jahr auf das gleiche Datum. 2025 ist es der 21. April. Wie sich die Termine für die Feiertage in der Karwoche berechnen, können Sie hier nachlesen.
In Deutschland und vielen anderen christlich geprägten Ländern ist Ostermontag ein gesetzlicher Feiertag. Die Geschäfte bleiben dann in allen 16 Bundesländern geschlossen.
Der Ostermontag steht in seiner historischen wie auch kirchlichen Bedeutung im Schatten des eigentlichen Osterfesttages, dem Ostersonntag. Dennoch ist er für Christen sehr wichtig.
Die im Lukasevangelium erzählte Geschichte besagt, dass sich an diesem Tag zwei Jünger auf dem Weg nach dem Ort Emmaus befanden. Der Fremde, dem sie begegneten, stellte sich am Abend als Jesus Christus vor, der einen Tag zuvor – am Ostersonntag – auferstanden war. Als Todestag Jesus Christus‘ gilt der Karfreitag.
Obwohl Jesus‘ Grabstätte keinen Leichnam mehr beherbergte, waren die Jünger des Herrn bis dahin zweifelnd. Erst als ihnen der auferstandene Jesus Christus erschien, waren ihre Zweifel am göttlichen Wunder beseitigt und sie verbreiteten die frohe Botschaft um die wahrhaftige Auferstehung ihres Herrn.
Zum Gedenken an die Geschehnisse am Ostermontag gibt es in vielen Gemeinden heute noch den Brauch des sogenannten Emmausgangs, bei dem Christen einen besinnlichen Spaziergang mit Gebet und Gesang zelebrieren.
