Von wegen Babelsberg

Deutschlands echte Filmstadt liegt in Sachsen


Aktualisiert am 04.04.2026 – 21:21 UhrLesedauer: 1 Min.

Blick auf den Unteren Marktplatz und das Neue Rathaus von Görlitz: In der Stadt wurden mehr als 100 Filme gedreht. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Petr Svarc/imago)

Über 120 Produktionen wurden in Görlitz gedreht – von „Inglourious Basterds“ bis „Grand Budapest Hotel“. Nicht umsonst trägt die Grenzstadt den Namen „Görliwood“.

Brad Pitt, Kate Winslet, Jackie Chan, Bill Murray – sie alle haben in Görlitz gedreht. Die rund 56.000-Einwohner-Stadt an der polnischen Grenze gilt als wandelbarste Filmkulisse Europas und wurde 2017 zur besten europäischen Filmlocation des Jahrzehnts gewählt.

Der oskarprämierte Film „Der Vorleser“ (2008) nutzte die Berliner Straße in Görlitz etwa als Nachkriegs-Setting. Quentin Tarantino drehte Szenen für „Inglourious Basterds“ am Rathausturm. Wes Anderson verwandelte das leerstehende Jugendstilkaufhaus in sein „Grand Budapest Hotel“ – der sogar vier Oscars gewann.

Die kostenlose Reiseführer-App „Walk of Görliwood“ führt zu 36 Stationen quer durch die Stadt. Gestaltete Schaufenster zeigen Requisiten und Filmplakate.

Die Altstadt allein ist den Trip wert. Die Peterskirche hat eine der schönsten Barockorgeln Deutschlands. Über die Altstadtbrücke läufst du in fünf Minuten nach Polen. Gute Restaurants am Untermarkt, entspannte Atmosphäre, keine Touristenmassen.

Der Trilex-Zug fährt stündlich von Dresden nach Görlitz, die Fahrt dauert rund 90 Minuten. Tickets gibt es ab 17 Euro. Mit dem Auto geht es über die A4 in gut einer Stunde, die Strecke ist 110 Kilometer lang.

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