Sie wurde 73 Jahre alt
Oscar-Preisträgerin Barbara Ling ist tot
12.07.2026 – 12:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Für „Once Upon a Time in Hollywood“ gewann sie den Oscar. Jetzt ist Barbara Ling verstorben. Eine Kollegin gedenkt der bekannten Szenenbildnerin.
Vier Jahrzehnte prägte Barbara Ling Hollywoodproduktionen hinter den Kulissen. Ihre Sets von Filmen wie „The Doors“, „Batman Forever“ und „Once Upon a Time in Hollywood“ machten sie zu einer gefragten Produktionsdesignerin. Nun ist Barbara Ling tot. Das Branchenblatt „Variety“ berichtet, dass sie am 9. Juli 2026 infolge einer Krebserkrankung gestorben sei. Sie wurde 73 Jahre alt.
Ling wurde in Los Angeles geboren und begann ihre Karriere im Theater und in der Oper. Den Schritt ins Filmgeschäft machte sie, als David Byrne sie für sein Regiedebüt „True Stories“ engagierte. Später arbeitete sie etwa mehrfach mit Regisseur Joel Schumacher zusammen, der sie sowohl für „Falling Down“ als auch für seine beiden Batman-Produktionen „Batman Forever“ und „Batman and Robin“ verpflichtete.
Barbara Ling erweckte das alte Hollywood zum Leben
Einen Oscar für das beste Szenenbild bekam Ling 2020 gemeinsam mit Nancy Haigh für ihre Arbeit an Quentin Tarantinos „Once Upon a Time in Hollywood“. Ohne Computereffekte oder digitale Nachbearbeitung hatten sie für den Film das Hollywood des Jahres 1969 innerhalb von nur zwölf Wochen entstehen lassen.
Zuletzt arbeitete Ling als Szenenbildnerin für „Ein Mann namens Otto“ mit Tom Hanks aus dem Jahr 2022 sowie für das kürzlich erschienene Michael-Jackson-Biopic „Michael“ von Regisseur Antoine Fuqua.
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Hanks‘ Ehefrau Rita Wilson, die „Ein Mann namens Otto“ produziert hatte, würdigte Ling auf Instagram – insbesondere mit Blick auf „Once Upon a Time in Hollywood“: „Was sie in diesem Film geleistet hat, war außergewöhnlich […]. Hollywood ist meine Heimatstadt. Ihre Arbeit hat diese Ära perfekt nachgebildet“, schrieb zu unter anderem zu einem gemeinsamen Foto. Zudem betonte Wilson: „Als ich ihre Arbeit in diesem Film sah, die Realität, das Detail, die Kreativität, wurde mir klar, dass sie die Person sein musste, die ‚Ein Mann namens Otto‘ visuell zum Leben erweckt.“
Wilson endete mit persönlichen Worten: „Barbara war ruhig, freundlich, detailverliebt, zäh und lustig. Sie war eine der Großen. Und sie wird vermisst werden.“ Barbara Ling hinterlässt ihre Frau Lindsay sowie die gemeinsamen Söhne Clay und Will.
