Empörung im Karneval
Eklat um Sitzungsabbruch – alles ganz anders?
Aktualisiert am 17.02.2026 – 17:30 UhrLesedauer: 2 Min.

Musik aus, Tanz vorbei – der Karnevals-Eklat in Wesseling löste Empörung aus. Jetzt meldet sich die Stadt zu Wort.
Die Berichte aufgebrachter Jecken und das abrupte Ende eines laufenden Tanzauftritts hatten zu Kritik geführt. Nun meldet sich die Stadt auf Anfrage der Kölner Lokalredaktion von t-online zu Wort – und erklärt, dass sich die Sache doch ein wenig anders zugetragen habe.
Demnach war der Ordnungsamt-Einsatz vom Freitagabend keine spontane Reaktion, sondern eine direkte Folge eines Vorfalls vom Vorabend. Offenbar hatten es die Jecken in dem Festzelt bereits am Donnerstagabend etwas zu bunt getrieben. Laut einer Stadtsprecherin hatte das KOD am Donnerstag gegen 23 Uhr bereits den Veranstalter des Festzeltes kontaktiert – und auf die Lärmbelästigung durch laute Musik hingewiesen.
Eine Genehmigung für Musikveranstaltungen nach 22 Uhr lag nämlich weder am Donnerstag noch am Freitag für das Festzelt vor. Als die KOD-Mitarbeiter am Freitagabend dann erneut von lauter Musik am Festzelt in Berzdorf gehört hätten, seien sie erneut dorthin gefahren. Dort seien dann erneut laute Musik nach 22 Uhr festgestellt worden, eine Menschenmenge vor dem Zelt und zahlreiche Parkverstöße.
Weil auf der Bühne noch weitere Auftritte für nach 22 Uhr angekündigt wurden, hätten die KOD-Mitarbeiter die sofortige Abschaltung der Musikanlage angeordnet. Dem sei der DJ auch umgehend gefolgt, sodass der laufende Auftritt der Tanzgruppe unterbrochen wurde.
Die Stadt betonte in ihrer Antwort auf eine Anfrage der Kölner Lokalredaktion von t-online, dass der Einsatz rechtlich geboten war: Da die Gaststätte und das Zelt in direkter Nähe zu Wohnhäusern stehen, würden besonders strenge Lärmschutzauflagen gelten. Der Veranstalter habe sich „wissentlich nicht an die geltenden Vorschriften gehalten“, so eine Stadtsprecherin zu t-online.
Zugleich räumt die Stadt ein, dass die Diskussion unter den Jecken über den Einsatz Lernpotenzial biete: „Der KOD wird die Erfahrungen aus diesem Einsatz in seine zukünftige Planung einfließen lassen, um auch in vergleichbaren Situationen noch zielgerichteter agieren zu können.“ Eine implizite Anerkennung der Kritik gab es auch von der stellvertretenden Bürgermeisterin Monika Engels-Welter (CDU), die den Einsatz als zu wenig feinfühlig bezeichnet hatte.










