Diesel und Benziner

Brandgefahr: Mehrere Rückrufe bei Stellantis


27.03.2026 – 14:15 UhrLesedauer: 3 Min.

Autokonzern Stellantis: Mehrere große Rückrufe beschäftigen das Unternehmen. (Quelle: Carlos Osorio/AP/dpa/dpa-bilder)

Bei mehreren Marken des Stellantis-Konzerns müssen Fahrzeuge in die Werkstatt. Bei beiden Rückrufen ist das Brandrisiko erhöht – es geht nicht um E-Autos.

Der Autobauer Stellantis muss gleich zwei Rückrufe organisieren. Diese betreffen zahlreiche Marken von Citroën über Opel bis Peugeot. Während eine Maßnahme verpflichtend und vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht wird, handelt es sich bei der anderen um eine freiwillige Serviceaktion. Gemeinsam ist bei beiden Rückrufen, dass im schlimmsten Fall das Auto in Flammen aufgehen kann.

Der verpflichtende Rückruf betrifft mehrere Modelle mit Dieselmotor. Bei Fahrzeugen mit dem Dieselmotor mit der Kennzeichnung DV5R kann Kraftstoff aus einer undichten Kraftstoffleitung austreten. Gelangt der Kraftstoff an heiße Bauteile, besteht Brandgefahr.

In Deutschland sind rund 3.000 Fahrzeuge betroffen. Betroffen sind Modelle, die zwischen Juli und Oktober 2025 produziert wurden, darunter etwa der Citroën Berlingo und C5 Aircross, der Peugeot 308 sowie Opel Astra und Vivaro. Auch Modelle von Fiat und Toyota gehören dazu. Halter können anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer (VIN) auf der jeweiligen Webseite des Herstellers prüfen, ob ihr Auto betroffen ist.

Parallel dazu läuft eine zweite Rückrufaktion im Stellantis-Konzern – diesmal auf freiwilliger Basis. Betroffen sind Fahrzeuge mit dem 1,2-Liter-Mildhybrid-Benzinmotor der neuesten Generation (PureTech Gen3).

Nach Informationen von „Auto Motor Sport“ kann es in bestimmten Fällen zu einem technischen Problem im Bereich des 48-Volt-Systems kommen. Der Abstand zwischen dem Rohr des Benzinpartikelfilters und einer Schutzkappe des Riemenstartergenerators ist möglicherweise zu gering. Treffen beide Bauteile aufeinander, kann unter feuchten Bedingungen Wasser eindringen. In der Folge kann ein elektrischer Funke entstehen, der zu Überhitzung führt. Im Extremfall besteht auch hier Brandgefahr im Motorraum.

Der Rückruf betrifft zahlreiche Marken des Konzerns, darunter Peugeot, Citroën, DS, Opel, Alfa Romeo, Fiat, Jeep und Lancia. Die betroffenen Fahrzeuge stammen aus den Baujahren 2023 bis 2026. In Deutschland sind nach Angaben von Stellantis rund 80.000 Fahrzeuge betroffen. Europaweit dürfte die Zahl deutlich höher liegen – allein in Frankreich sollen es rund 211.000 Fahrzeuge sein.

Stellantis erklärte in „Auto Motor Sport“, dass es sich um eine freiwillige Maßnahme handele. In der Werkstatt wird die Schutzkappe des Generators ausgetauscht und der Abstand der Bauteile überprüft. Der Eingriff dauert etwa 30 Minuten und ist für Kunden kostenlos.

Verpflichtende Rückrufe werden vom Kraftfahrt-Bundesamt angeordnet, wenn ein sicherheitsrelevanter Mangel vorliegt. Halter sind in solchen Fällen verpflichtet, ihr Fahrzeug überprüfen zu lassen. Wer mehrfach nicht reagiert, riskiert im Extremfall die Stilllegung des Autos.

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