Junge wurde getötet und angezündet
Aussage von Fabians Oma macht Richter sprachlos
Aktualisiert am 21.05.2026 – 12:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Fünfter Prozesstag im Mordfall Fabian vor dem Landgericht Rostock. Die Mutter von Fabians Vater wird befragt – doch ihre Aussagen stoßen auf Unverständnis.
Im Prozess um den Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow ist am fünften Prozesstag die Mutter von Fabians Vater, Monika R., als Zeugin befragt worden. Ihr Auftritt löste Irritationen aus, wie „Stern“ und „Bild“-Zeitung übereinstimmend berichten.
Vom Vorsitzenden Richter Holger Schütt wurde Monika R. demnach gefragt, ob sie etwas zum gewaltsamen Tod ihres Enkels wisse. „Wissen Sie, was mit Fabian passiert ist?“, fragte Schütt laut „Stern“. „Nein“, antwortete die Oma. „Würden Sie gerne wissen, was mit ihm passiert ist?“, so Schütt. „Nein“, so die Oma. Daraufhin sei der Vorsitzende Richter für einen Moment sprachlos gewesen.
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Fall Fabian aus Güstrow: Richter verzweifelt an Fabians Oma
Auch die übrigen Antworten der Zeugin fielen knapp aus. Oft antwortete sie, sie könne nichts zu den Fragen sagen oder erinnere sich nicht. Laut „Bild“ versuchte Richter Schütt mehrfach, ihr ins Gewissen zu reden: „Ich möchte gerne wissen, warum eine Oma, die ihren Enkel geliebt hat, nicht wissen möchte, was passiert ist. Vielleicht wollen Sie uns einfach helfen. Denn wir wollen wissen, was passiert ist. Dann beantworten Sie einfach meine Fragen. Denken Sie einfach noch mal kurz darüber nach“, sagte er demnach. Fabians Oma antwortete mit „Nö“.

Staatsanwalt Oliver Schley äußerte den Verdacht, Fabians Vater, Matthias R., könnte der Zeugin vorher gesagt haben, wie sie sich vor Gericht verhalten soll. „Nein. Er hat nur gesagt, ich soll sagen, wenn ich mich erinnern kann“, widersprach die Zeugin laut „Bild“. Auf eine weitere Frage des Staatsanwalts, warum sie nicht wissen wolle, was mit Fabian passiert sei, schwieg R. minutenlang. Dann wurde sie als Zeugin entlassen und das Gericht legte eine Pause ein. Übereinstimmenden Berichten zufolge trug R. bei ihrer Befragung ein T-Shirt mit dem Aufdruck: „Don’t worry, beer happy“.
Ermittlungen gegen Fabians Vater
Auch der Sohn der am Donnerstag vernommenen Zeugin, Fabians Vater Matthias R., hatte bei seinen Vernehmungen am zweiten und dritten Prozesstag Aufregung und Ärger ausgelöst. Wiederholt behauptete er, sich nicht an Details erinnern zu können. Zudem gab er an, er und die Angeklagte, Gina H., seien wieder ein Paar. Er glaube fest an die Unschuld der 30-Jährigen. Gegen Matthias R. ermittelt die Staatsanwaltschaft derzeit wegen möglicher Falschaussage. Um welche Aussage es konkret geht, sagte Oberstaatsanwalt Harald Nowack auf Nachfrage von t-online nicht.









