Italienische Nationalmannschaft
Olympiasiegerin übernimmt wichtiges Amt
09.08.2026 – 10:20 UhrLesedauer: 1 Min.
Der italienische Fußballverband FIGC besetzt erstmals eine Führungsposition bei der Männer-Nationalmannschaft mit einer Frau. Verbandspräsident Malago nennt einen ungewöhnlichen Grund für die Wahl.
Die zweimalige Fecht-Olympiasiegerin Diana Bianchedi wird Delegationsleiterin der italienischen Männer-Fußballnationalmannschaft. Das hat FIGC-Präsident Giovanni Malago in einem Interview mit der „Gazzetta dello Sport“ angekündigt. Damit übernimmt erstmals eine Frau eine Führungsrolle beim viermaligen Weltmeister.
Malago bezeichnete die Entscheidung als „kulturelle Revolution“. Bianchedi genieße internationales Ansehen und Glaubwürdigkeit und verfüge über einen umfangreichen sportlichen und akademischen Hintergrund.
Die 56-Jährige hatte 1992 in Barcelona und 2000 in Sydney jeweils Florett-Teamgold gewonnen. Zuletzt war sie Vizepräsidentin des Nationalen Olympischen Komitees Italiens. Zudem ist sie ausgebildete Ärztin mit Management-Masterabschlüssen im Sportbereich.
Mit ihrer Ernennung wolle man den Dialog zwischen Fußball und dem übrigen Sport wiederbeleben, sagte Malago der Gazzetta dello Sport: „Es ist, als würde man den Fußball wieder ins Zentrum eines Dialogs mit dem Sport in seiner ganzen Breite stellen.“
