Olympiasiegerin nach Horrorsturz
„Ich hätte querschnittgelähmt sein können“
05.02.2026 – 19:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Vor rund zwei Monaten stürzte Michelle Gisin schwer. Dadurch verpasst sie auch die Olympischen Spiele. Jetzt hat sich die Schweizerin erstmals zu ihrem Unfall geäußert.
Skirennfahrerin Michelle Gisin hat erstmals über ihren schweren Sturz in St. Moritz im Dezember 2025 gesprochen. Bezogen auf ihre dabei erlittenen Verletzungen am linken Knie, der Halswirbelsäule und am rechten Handgelenk sagte die 32-Jährige der Schweizer Tageszeitung „Blick“: „Alle drei Baustellen gehen sehr gut vorwärts.“
Gisin stellte jedoch auch klar, wie viel Glück sie bei dem Unfall im Abfahrtstraining auf der Corviglia-Piste letztlich hatte. „Die Ärzte sagten mir, dass es wahnsinnig knapp war“, erklärte sie hinsichtlich der Verletzung an der Halswirbelsäule. „Ich hätte querschnittgelähmt sein können. Und eine Lähmung auf dieser Höhe – diese Vorstellung fuhr mir brutal ein.“
Die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo wird die Schweizerin nun verpassen. Unklar ist, ob Gisin überhaupt noch einmal Rennen fahren wird. „Bis ich wieder auf den Ski bin, bleibe ich Athletin“, sagte sie zwar, betonte aber auch: „Erst danach werde ich entscheiden. Ich habe alle Möglichkeiten, um wieder vollständig gesund zu werden – dafür bin ich sehr dankbar.“
Sie wolle wieder fit werden, so Gisin. Die Heim-WM 2027 in Crans-Montana diene ihr bei der Rehe als Motivation. „Aber ob ich dann wirklich dabei sein werde, ist völlig offen. Ich weiß, dass mein Weg noch lang ist.“
Fest steht derweil, dass sie und ihr Partner Luca de Aliprandini sich in wenigen Monaten das Ja-Wort geben wollen. „Ich stecke mir aktuell viele Zwischenziele“, so Gisin. „Und irgendwann werde ich mit Luca in die Ferien fahren. Und dann heiraten wir im Sommer ja auch noch.“ Seit 2014 ist sie mit dem italienischen Skirennläufer liiert.
