Deutscher profitiert von Disqualifikation
Olympiasieger Raimund holt ersten Weltcup-Sieg
Aktualisiert am 06.03.2026 – 16:16 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Skispringer feiern nach Olympia eine kuriose Rückkehr in den Weltcup. Der Sieger heißt zunächst und wie so oft Domen Prevc. Doch dabei bleibt es nicht.
Philipp Raimund hat beim ersten Springen nach den Olympischen Spielen seinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert. Der Olmypiasieger von der Normalschanze profitierte dabei von der Disqualifikation von Top-Favorit Domen Prevc und siegte im finnischen Lahti.
Raimund flog auf 122,5 m, wurde in dem Mini-Wettkampf mit nur einem Durchgang aber zunächst noch von Prevc (129,0 m) übertroffen.
Der Gewinner der Vierschanzentournee feierte seinen vermeintlichen siebten Weltcupsieg in Folge aber zu früh, da er zu wenig Gewicht für seine Skilänge auf die Waage brachte. Zweiter wurde somit Daniel Tschofenig (Österreich) vor Wladimir Sografski aus Bulgarien.
Trotz der Disqualifikation ist Prevc der Sieg im Gesamtweltcup nicht mehr zu nehmen, weil Verfolger Ryoyu Kobayashi nur Sechster wurde. Damit hat Prevc innerhalb von nur zwölf Monaten alle fünf großen Einzel-Titel seines Sports gewonnen. Die „Big Five“ bestehend aus WM-Titel, Sieg bei der Vierschanzentournee, Sieg der Skiflug-WM, Olympiasieg und nun der Gesamtweltcupsieg hatte vor ihm nur der 2019 verstorbene Finne Matti Nykänen geholt.
Abgesehen von Raimund enttäuschten die DSV-Adler fast ausnahmslos. Pius Paschke war als Zwölfter zumindest im Soll, Karl Geiger (23.), Andreas Wellinger (38.), Luca Roth (41.) und Felix Hoffmann (44.) folgten weit zurück.
Der Wettkampf ersetzte das Ende November ausgefallene Springen in Kuusamo, wurde wegen des engen Zeitplans in Lahti aber nur in einem Durchgang durchgeführt.
