Tränen-Drama beim Eiskunstlauf

Selbst beste Wünsche von Popikone Madonna halfen ihr nicht


Aktualisiert am 18.02.2026 – 01:20 UhrLesedauer: 3 Min.

Bei Amber Glenn flossen bittere Tränen. (Quelle: Natacha Pisarenko/AP/dpa/dpa-bilder)

Nach schweren Patzern im Kurzprogramm ist der Traum von Gold vorbei. Noch auf dem Eis bricht die Amerikanerin Amber Glenn in Tränen aus.

Die besten Wünsche von Popikone Madonna konnten Amber Glenn nicht vor einer Enttäuschung bewahren: Nach einem missglückten Kurzprogramm bei den Olympischen Winterspielen in Italien ist die US-amerikanische Eiskunstläuferin sichtlich aufgelöst und hat mit dem 13. Platz nur noch geringe Chancen auf eine Medaille.

Die 26 Jahre alte Mitfavoritin machte einen schweren Fehler beim geplanten dreifachen Rittberger. Das Element wurde nicht anerkannt. Der Rückstand auf den dritten Platz beträgt vor der Kür am Donnerstag schon fast zehn Zähler. Glenn konnte ihre Enttäuschung nicht verbergen und brach noch auf dem Eis in Tränen aus.

Die Amerikanerin ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten dieser Winterspiele – auch wegen ihrer bewegenden Vergangenheit. Sie begann mit dem Sport schon mit fünf Jahren, mit acht Jahren nahm sie bereits an Junior-Wettbewerben teil. Doch der Druck, den der Wettkampfsport mit sich brachte, hinterließ seine Spuren. Aufgrund von Depressionen und Angstzuständen musste Glenn im Teenageralter in ein Krankenhaus gebracht werden.

Auch die toxische Vergleichskultur im Eiskunstlauf sei ein Grund gewesen, hieß es in einem großen Porträt im „Time“-Magazin über den Eiskunslauf-Star. Insbesondere junge Eiskunstläuferinnen strebten nach einem Ideal: dem Bild der perfekten Eisprinzessin ohne jeden Makel.

Glenn litt auch an einer Essstörung. „Ich dachte, ich komme nirgendwo hin, und rutschte in eine schwere Depression, in der ich nicht mehr weiterleben wollte – ich wollte gar nichts mehr“, sagte sie im „Time“-Magazin. 2019 machte Glenn zudem öffentlich, dass sie bisexuell sowie pansexuell ist. Das bedeutet, dass die Geschlechtsidentität der begehrten Person keine Rolle spielt.

Kurz vor dem Olympia-Kurzprogramm erhielt Glenn eine Videobotschaft von Madonna, von der unter anderem das US-Magazin TMZ berichtete. Glenn war zu Madonnas Lied „Like a Prayer“ aufgetreten. „Ich habe dich gerade zu meinem Song „Like a Prayer“ tanzen sehen und muss sagen: Ich war absolut überwältigt davon“, sagte der Popstar der Eiskunstläuferin. „Du bist eine unglaubliche Eiskunstläuferin. So stark, so schön, so mutig“, sagte Madonna. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass du nicht gewinnst, also möchte ich dir einfach viel Glück wünschen. Hol dir dieses Gold!“

Allerdings war Glenn auch mit Problemen wegen der Nutzung ihrer Kürmusik in die Schlagzeilen geraten. Der kanadische Künstler Seb McKinnon, der unter dem Namen CLANN Musik veröffentlicht, hatte sich auf X überrascht gezeigt, dass sein Song „The Return“ in Glenns Olympia-Kür verwendet worden sei – offenbar ohne seine Zustimmung.

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