Ausflugstipp ab Hannover

Im Harz schnarcht der Fels


Aktualisiert am 17.07.2026 – 17:45 UhrLesedauer: 1 Min.

Schnarcherklippe (Symbolbild): Wenn Wind aus einer bestimmten Richtung auf das Granitgestein trifft, führt das zu seltsamen Geräuschen. (Quelle: imagebroker/alimdi/Arterra/imago)

Zwei Stunden Autofahrt von Hannover entfernt wartet im Harz ein Ausflugsziel, das seinem Namen alle Ehre macht: die Schnarcherklippen.

Die Schnarcherklippen liegen südlich von Schierke im Nationalpark Harz. Die beiden 25 und 28 Meter hohen Granittürme ragen auf 671 Metern Höhe aus dem Wald empor und zählen zu den bekanntesten Felsformationen des Mittelgebirges.

Das Besondere an ihnen: Bei Südostwind streicht die Luft so an den Steinen entlang, dass dabei Geräusche erzeugt werden, die an Schnarchen erinnern. Das Naturphänomen hat sogar in Goethes „Faust“ seinen Niederschlag gefunden. In dem Werk heißt es: „Und die Klippen, die sich bücken, und die langen Felsennasen, wie sie schnarchen, wie sie blasen!“

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Wollsackstrustruktur ist auffällig

Optisch fallen die Schnarcherklippen durch ihre sogenannte Wollsackstruktur auf: Die Gesteinsblöcke wirken, als wären sie aufeinandergestapelt worden. Wer mit einem Kompass vor den Felsen steht, erlebt eine weitere Eigenheit: Das im Gestein enthaltene Magnetit lenkt die Kompassnadel von der Nordrichtung ab.

Bild der Schnarcherklippen in Carl Bertuchs „Bilderbuch für Kinder“ von 1813. (Quelle: IMAGO/Gemini)

Die beiden Felsformationen stehen auf der Nordwestflanke des Barenbergs in Sachsen-Anhalt. Zu erreichen sind sie aus dem Norden über den Teufelsstieg von Schierke aus. Aus dem Süden führt der Schnarcherweg zu den Schnarcherklippen. Er führt auch an der Mäuseklippe vorbei. Im Südosten können Wanderer aber auch den Weg durch das Naturschutzgebiet Elendstal von Elend aus nehmen.

Von Hannover aus beträgt die Entfernung rund 133 Kilometer bis zu den Schnarcherklippen. Für die Strecke über die A7, B82, B6, B4 und B27 müssen Autofahrer rund zwei Stunden einplanen.

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