Brennbare Flüssigkeit
Offenbar Anschlag auf Özdemir vereitelt
14.02.2026 – 00:03 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Hinweis einer Parteikollegin verhinderte wohl Schlimmeres: Bei einem Wahlkampftermin von Cem Özdemir soll es einen Anschlagsversuch gegeben haben.
Auf den Grünen-Politiker und baden-württembergischen Spitzenkandidaten Cem Özdemir gab es offenbar Ende Januar einen Anschlagsversuch. Ein mit brennbarem Material gefülltes Fläschchen soll dabei eine Rolle gespielt haben. Wie der „Spiegel“ berichtet, sei es im Gebälk eines Fachwerkgebäudes entdeckt worden, in dem der Politiker eine Veranstaltung abhielt.
Zunächst war im Polizeibericht von einem Docht die Rede, der zwischen den Balken im historischen Keller in Metzingen gefunden wurde. Etwa 400 Menschen waren zum Wahlkampftermin gekommen. Der Gegenstand sei zwischen den Balken platziert worden und habe das Holz bereits angekokelt und verrußt.
Die grüne Landtagsabgeordnete Cindy Holmberg wurde laut „Spiegel“ auf die Flamme aufmerksam. „Es sah gefährlich aus“, sagte sie, „das brennende Röhrchen ist mit Absicht dort aufgestellt worden.“ Keiner wisse, was geschehen wäre, wenn man es nicht entdeckt hätte. Ein anwesender Personenschützer löschte dem Bericht nach die Flamme.
Das Staatsschutzzentrum bei der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt ermitteln nach Angaben des Magazins wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung. Es könnte ein politisches Motiv geben.
Özdemir erfuhr offenbar erst nach der Veranstaltung von dem Vorfall. „Zum Glück ist der brennende Gegenstand schnell gefunden worden“, sagte der Grünen-Politiker dem „Spiegel“. Die Polizei habe sehr umsichtig gehandelt. Ihn habe das Geschehene aber sehr umgetrieben.










