Hagel berichtet in der Szene von einem Besuch an einer Realschule. In der Klasse hätten damals 80 Prozent Mädchen gesessen. „Also da gibt’s für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen“, sagt Hagel. Dann geht er auf eine Schülerin näher ein, die die erste Frage gestellt hat: „Ich werd’s nie vergessen, die erste Frage, sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen.“ Hagel hatte nach der Veröffentlichung eingeräumt: „Der Einstieg für dieses Interview 2018 war Mist. Meine Frau hat mir damals direkt den Kopf gewaschen.“
Bei der Landtagswahl am 8. März geht es um die Kräfteverteilung im Landesparlament – und damit auch um die Frage, wer nächster Ministerpräsident von Baden-Württemberg wird. Amtsinhaber Winfried Kretschmann (Grüne) tritt nach drei Amtszeiten nicht mehr an. Er regiert derzeit in einer grün-schwarzen Koalition.
Nachfolger wollen CDU-Landes- und Fraktionschef Hagel sowie Grünen-Spitzenkandidat Özdemir werden. Auch AfD-Landeschef Markus Frohnmaier tritt für seine Partei als Ministerpräsidenten-Kandidat an, hat aber keine realistischen Chancen auf den Posten, weil keine andere Partei mit der AfD koalieren will.
Für die Infratest-Umfrage wurden 1.530 Wahlberechtigte in Baden-Württemberg befragt. Die Fehlertoleranz liegt zwischen zwei und drei Prozentpunkten. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.










