Rangnick emotional

WM-Wende bei Österreich: „Wir waren alle sprachlos“


Aktualisiert am 28.06.2026 – 10:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine große Jubeltraube: Österreich steht im WM-Sechzehntelfinale. (Quelle: IMAGO/GEPA pictures/ Armin Rauthner/imago)

Nach 72 Jahren steht Österreich wieder in der K.-o.-Runde einer Fußball-Weltmeisterschaft. Die Reaktionen sind ob des dramatischen Verlaufs von Ungläubigkeit geprägt.

Viel dramatischer hätte das letzte Gruppenspiel aus Sicht der österreichischen Nationalmannschaft kaum verlaufen können. Bereits vor dem Anpfiff war klar, dass ein Unentschieden dem Team in den Morgenstunden des Sonntags gegen Algerien zum Weiterkommen genügen würde. Das sicherte sich die Elf von Ralf Rangnick in Kansas unter spektakulären Umständen.

Zweimal führte das Team, in der dritten Minute der Nachspielzeit aber lag Österreich plötzlich zurück und wäre damit raus gewesen. In der sechsten Minute der Nachspielzeit köpfte Saša Kalajdžić zum 3:3 ein, es folgten die komplette Ekstase und der Schlusspfiff. Nahezu die komplette Mannschaft stürmte zum Torschützen, an der Eckfahne bildete sich eine große Jubeltraube, in der sich auch Ex-Profi und TV-Experte Andreas Herzog wiederfand. „Ich muss ein paar Spieler verklagen, ich glaube, mein Anzug ist jetzt zerrissen“, scherzte er.

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Rangnick wiederum mühte sich nach dem Spiel um eine Einordnung des Geschehenen. „So etwas habe ich nicht mal im Entferntesten in einem Fußball-Spiel erlebt. Normalerweise ist das Spiel mit dem 2:3 vorbei und du bist tot“, staunte der Trainer. „Dass wir nochmals die Chance nutzen und ins Spiel zurückkommen, ist unfassbar. Wir waren alle sprachlos, dass es noch die Wendung genommen hat, viel besser als mit Hollywood kann man es nicht beschreiben.“

Im Video | Drama in Nachspielzeit lässt Österreich jubeln

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Quelle: MagentaTV

Die „Kronen-Zeitung“ fand noch eine andere Beschreibung. „Einmal Hölle und zurück“, titelte das österreichische Medium. Ähnlich umschrieb es auch der am Ende so gefeierte Kalajdžić. „Wir haben den Treffer bekommen, alle waren gefühlt in Schockstarre“, blickte er auf das 2:3 durch Riyad Mahrez. David Alaba, der in der Schlussphase auf der Bank saß, habe sich infolge des dritten Gegentreffers „schon die Koffer packen gesehen“. Und Michael Gregoritsch analysierte kritisch: „Wir haben mit dem Feuer gespielt und Öl reingegossen.“

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