Bei erster WM seit 1998

Österreich strauchelt und siegt glücklich


Aktualisiert am 17.06.2026 – 08:33 UhrLesedauer: 3 Min.

Romano Schmid: Der Profi von Werder Bremen erzielte den ersten Treffer Österreichs bei dieser WM. (Quelle: IMAGO/Chris Putnam/imago)

Österreich startet mit einem Traumtor in die erste WM seit 1998. Danach drückt Jordanien, gleicht aus. Ein weiterer österreichischer Treffer wird zwar aberkannt, am Ende reicht es dennoch zum Sieg.

Österreich hat beim ersten Spieltag in der Gruppe J bei der Fußball-Weltmeisterschaft Jordanien 3:1 (1:0) besiegt. Das Team von Ralf Rangnick erwischte dabei einen guten Start, ging durch ein Traumtor von Werder Bremens Romano Schmid (21.) in Führung.

Im Anschluss daran drückte Jordanien aber immer wieder, hatte deutlich mehr Abschlüsse als Österreich. Nach dem Seitenwechsel belohnte sich der Außenseiter durch Ali Al Olwan (50.) – ebenfalls sehenswert. Doch danach berappelte sich das Team rund um Ex-Bayern-Profi David Alaba.

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Quelle: MagentaTV

Zuerst zählte ein Tor von Marko Arnautović wegen vorherigen Handspiels nicht, nur wenig später traf Yazan Al Arab (76.) aber ins eigene Tor und zur Führung Österreichs. In der zwölften Minute der Nachspielzeit traf Arnautović per Handelfmeter zum 3:1-Endstand. Es ist der erste WM-Sieg für Österreich seit dem 2:1 über die USA bei der Weltmeisterschaft 1990.

So lief das Spiel

Jordaniens Kapitän Ihsan Haddad hatte die Österreicher vor der Partie als „eines der stärksten Teams bei der Weltmeisterschaft“ bezeichnet. Er selbst übertölpelte den Favoriten fast direkt. Nach nicht einmal anderthalb Minuten kam Haddad zum Schuss, traf jedoch nur das Außennetz.

Jordanien machte es geschickt. Österreich hatte oft den Ball, kam mit dem guten Stellungsspiel und dem aggressiven Zweikampfverhalten des WM-Neulings aber nicht wirklich klar. Keeper Alexander Schlager musste bei einem Schuss von Odeh Al-Fakhouri sein ganzes Können zeigen, um das 0:1 zu verhindern.

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Gegen die dichte Defensive Jordaniens brauchten die Rot-Weiß-Roten eine besondere Aktion – und Schmid gab sie ihnen. Der 26-Jährige von Werder Bremen traf sehr sehenswert aus rund 20 Metern in den Winkel. Es war das erste WM-Tor der Österreicher seit einem Treffer des früheren Bundesliga-Stars Andreas Herzog beim Turnier 1998 in Frankreich in der Vorrunde.

Wer nun dachte, der Außenseiter sei geschockt, sah sich getäuscht. Bei einem Kopfball von Olwan rettete die Latte für Österreich, einen weiteren Versuch des Stürmers parierte Schlager. Vom Rangnick-Team kam offensiv sehr wenig. Der Plan des 67-Jährigen, der vor wenigen Tagen seinen Vertrag verlängert hatte, Laimer bis in die zweite Hälfe als eine Art Spielmacher aufzubieten, ging überhaupt nicht auf.

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