Folgen des Iran-Kriegs
Spritpreise: Österreich schränkt Tankstellen noch weiter ein
Aktualisiert am 12.03.2026 – 09:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Österreich gilt in Deutschland als Vorbild für härtere Spritpreisregelungen. Nun verschärft das Nachbarland seine Anforderungen.
Österreichs Tankstellen dürfen Spritpreise künftig nur maximal dreimal pro Woche erhöhen, statt wie bisher einmal am Tag. Diese neue Regel gab Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer als Maßnahme gegen die wegen des Iran-Kriegs gestiegenen Preise bekannt. Preissenkungen sind weiterhin jederzeit möglich.
Seit Ausbruch des Krieges sind die Benzinpreise in Österreich nach Angaben Hattmansdorfers um etwa 14 Prozent gestiegen, die Dieselpreise haben um 25 Prozent zugelegt. „Unser Ziel ist es, extreme Preissprünge zu dämpfen und stabilisierende Preissignale zu setzen, damit internationale Krisen nicht eins zu eins an den Zapfsäulen ankommen“, sagte der konservative Minister (ÖVP). Er kündigte zudem an, dass nationale Ölreserven so wie auch in anderen Ländern freigegeben würden.
Derweil begrenzt der französische Ölkonzern TotalEnergies angesichts der „außergewöhnlichen Marktvolatilität“ die Kraftstoffpreise an seinen Tankstellen in Frankreich. Ab dem 13. März werde für Benzin eine Obergrenze von 1,99 Euro pro Liter
gelten, teilte der Energiekonzern mit.
Der Preis für Diesel werde bei maximal 2,09 Euro gedeckelt. Die Maßnahmen seien zunächst bis Ende des Monats befristet. Anfang April will der Konzern die Lage auf dem weltweiten Ölmarkt erneut bewerten. TotalEnergies betreibt rund 3.500 Tankstellen im Land und ist damit der größte Anbieter.










