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Home » O2 Telefónica will mehr als 1.000 Stellen streichen
Wirtschaft

O2 Telefónica will mehr als 1.000 Stellen streichen

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 9, 2026
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O2 Telefónica will mehr als 1.000 Stellen streichen

Vereinbarungen bereits beschlossen

O2 Telefónica plant Streichung von mehr als 1.000 Stellen

Aktualisiert am 09.07.2026 – 19:57 UhrLesedauer: 3 Min.

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Der Mobilfunkanbieter O2 Telefónica plant wohl Stellen zu streichen, um sich für die Zukunft besser aufzustellen. (Archivbild) (Quelle: Sven Hoppe/dpa/dpa-bilder)

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Was Vodafone hinter sich hat, hat Konkurrent O2 Telefónica nun vor sich: Die Firma will Kosten senken und spart deshalb beim Personal. Das sei unumgänglich, betont das Management.

Der Handynetz-Betreiber O2 Telefónica möchte deutlich Stellen abbauen. Die Deutschlandtochter des spanischen Telefónica-Konzerns teilte mit, dass sie sich in einer umfassenden Transformation befinde, mit der sie ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern wolle. „Im Rahmen dieses Prozesses prüfen und beraten wir gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretungen verschiedene Maßnahmen.“ Weiter wolle man sich nicht äußern.

Informierten Kreisen zufolge sollen mehr als 1.000 Stellen wegfallen. Damit würde etwa jede sechste bis siebte Stelle gestrichen. Im Januar hatte Telefónica Deutschland 6.820 Stellen. In den ersten Konzernbereichen wurden bereits Vereinbarungen geschlossen, damit Beschäftigte freiwillig gehen und eine Abfindung bekommen. Zuvor hatte „teltarif.de“ berichtet.

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Jobabbau bei Mobilfunkanbieter: Verlust von 1&1 wiegt schwer

Die deutsche Telekommunikationsfirma hatte vor einiger Zeit ihren größten Kunden verloren: Jahrelang hatte sich Wettbewerber 1&1 bei O2 Telefónica eingemietet und dafür Geld gezahlt, die 1&1-Kunden wurden mit dem O2-Netz verbunden. Doch 2024 wechselte 1&1 überraschend zum Wettbewerber Vodafone, bis Ende 2025 wurden rund zwölf Millionen Handykunden vom O2-Netz auf das Vodafone-Netz umgebucht. Dadurch bekam O2 weniger Geld in die Kasse und der Betriebsgewinn sackte ab. O2 hat rund 18 Millionen Mobilfunk-Vertragskunden, hinzu kommen noch Prepaid-Karten und Partnergeschäfte.

Wegen des 1&1-Abgangs fielen die Jahreszahlen für 2025 mies aus, der Umsatz von O2 Telefónica sank um 3,8 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) sackte sogar um 8,8 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro ab. Das erste Quartal brachte keine Besserung. O2 verkauft nicht nur Mobilfunk-Verträge, sondern auch Verträge für Festnetz-Internet. Dieses Geschäft spielt bei der Münchner Firma aber nur eine Nebenrolle, da sie keine eigenen Festnetz-Kabel hat. Vielmehr nutzt sie Anschlüsse der Konkurrenz und zahlt dafür Miete.

Eigentümer von O2 Telefónica setzten Chefwechsel durch

Den Gegenwind am Mobilfunk-Markt bekam der langjährige O2-Chef Markus Haas zu spüren, er musste Ende 2025 seinen Posten räumen. Sein Nachfolger, der Deutsch-Spanier Santiago Argelich Hesse, soll den Laden auf Vordermann bringen und auch das schwache Firmenkundengeschäft ausbauen. Unlängst gab O2 zudem bekannt, dass der Vorstand von sieben auf sechs Posten verkleinert wird. Das wurde als eine Sparmaßnahme verstanden. Nun trifft eine Kostensenkungsmaßnahme einen großen Teil der Belegschaft.

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