Gegen die Wimbledon-Überraschung
Ein Raunen geht durchs Publikum: Zverev holt erstes Break
Aktualisiert am 10.07.2026 – 15:00 UhrLesedauer: 4 Min.

Deutschlands bester Tennisspieler steht unter den letzten Vier von London. Um ins Finale einzuziehen, muss er nun einen Lokalmatador schlagen – und könnte damit Geschichte schreiben.
31 Jahre ist es her, dass ein deutscher Tennisspieler im Finale von Wimbledon stand. Damals schaffte es Boris Becker gegen den US-Amerikaner Pete Sampras. Seitdem aber darbte das deutsche Herrentennis beim traditionsreichen Grand-Slam-Turnier in London.
Nun aber könnte diese Serie endlich zu Ende gehen: Denn Alexander Zverev kann heute mit einem Sieg im Halbfinale gegen Turnier-Überraschung Arthur Fery das Endspiel am Sonntag erreichen – und seinen Traum vom zweiten Grand-Slam-Titel direkt nach seinem Triumph bei den French Open am Leben halten. Klappt es für den Hamburger?
Verfolgen Sie die Partie ab 14.30 Uhr hier live im Ticker.
Arthur Fery – Alexander Zverev 2:3
1. Satz, 2:3 – Das ist ein Schlag für Zverev! Fery schafft direkt das Re-Break! Kuriose Situation: Fery beschwert sich bei Stuhlschiedsrichterin Veljovic, Zverevs Aufschlag hätte das Netz touchiert. Grund: In Wimbledon wird am Netz keine Kontrolltechnik eingesetzt. Doch er kann sich nicht durchsetzen, Veljovic bleibt bei ihrer Entscheidung auch mangels Alternativen. Ob das Fery motiviert hat? Erst setzt er sich am Netz durch, dann erläuft er einen Stopp, löffelt den Ball gerade noch über das Netz – und hat zwei Breakbälle. Schon die erste Gelegenheit nutzt er – weil Zverev mit einer Vorhand im Aus landet. Das Publikum jubelt.
1. Satz, 1:3 – Gutes Timing beim Return von Zverev. Mit einem scharf gezogenen Cross überrascht er Fery, kratzt am ersten Break. Legt einen Vorhand-Longline nach – und hat tatsächlich zwei Breakbälle. Direkt den ersten nutzt er, weil Fery mit einer Rückhand im Netz bleibt. Es geht ein erstes Raunen durchs Publikum.
1. Satz, 1:2 – Weiter sitzt nicht der erste Aufschlag nicht perfekt beim Deutschen. Und Fery liest seinen zweiten sehr gut, bringt gerade alles zurück, führt damit zum nächsten unerzwungenen Fehler bei Zverev. Der aber legt dann ein Ass nach, kommt nach vorn und geht mit einer Rückhand am Netz durch den Ball durch, gegen Ferys Lauf. Ein Service-Winner zum 40:15, öffnet dann das Spielfeld stark, schließt mit einem Rückhand-Cross ab. Na bitte.
1. Satz, 1:1 – Fery macht das gut bei seinem Aufschlag, setzt Zverev unter Druck – und provoziert Fehler. Eine erste längere Rally gewinnt der Brite, weil Zverev mit einer Vorhand zu lang ist. Im nächsten Ballwechsel dann landet er mit einer Vorhand im Aus. Zu Null bringt Fery seinen Service mit dem nächsten Aufschlag-Winner durch.









