„Wandeln auf dünnem Eis“
Hohe Kerosinpreise setzen Nürnberger Flughafen unter Druck
Aktualisiert am 29.03.2026 – 18:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Flüge könnten bald spürbar teurer werden. Der Grund ist der Treibstoff – denn der wird knapp und kostspieliger. Am Nürnberger Flughafen zeigt man sich besorgt.
Pressekonferenz am Freitag am Airport: Hier soll gefeiert werden, dass die türkische Fluggesellschaft Corendon in Nürnberg ein zweites, neues Flugzeug stationiert. Eigentlich ein Anlass zur Freude, weil die Geschäfte gut liefen in den vergangenen Monaten. Doch die Stimmung ist getrübt. Denn ein Hauptthema ist der Preis für Kerosin. Christian Hein, Vertriebschef bei Corendon, sagt: „Das Thema Fuel macht größte Sorgen.“
Denn die Weltlage ist angespannt. Politische Krisen treiben die Preise nach oben, gleichzeitig wird Kerosin an manchen Flughäfen sogar knapp. Für Airlines ist das ein massives Problem. Und für Passagiere bedeutet es: Fliegen wird wohl teurer.
Einige Airlines hätten bereits reagiert und Zuschläge eingeführt. Hein verweist auf eine Airline, die einen Kerosinzuschlag von zehn Euro angekündigt habe. Auch Corendon werde die Preise wohl „moderat“ anheben müssen.
Auch Flughafenchef Michael Hupe beobachtet diese Entwicklung genau. Der Geschäftsführer des Albrecht-Dürer-Airports rechnet nicht damit, dass sich die Kerosinpreise zeitnah erholen werden.
Wohl mit spürbaren Folgen für die Branche: Denn wenn Fliegen teurer wird, überlegen es sich viele genauer, ob sie buchen. Flughafenchef Hupe ist sicher: „Das wird die Nachfrage nach Flügen natürlich reduzieren“. Für die jetzt beginnenden Osterferien sieht er bislang noch keine Auswirkungen – die prophezeit er jedoch zu den Pfingstferien.
Wenngleich viele Fluggesellschaften mittlerweile auf Flugzeuge setzten, die weniger Kerosin verbrauchten, seien die Sorgenfalten groß. Der Flughafen selbst könne daran wenig ändern, sagt Hupe auf Nachfrage der Nürnberger Lokalredaktion von t-online.