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Home » Nouripour kritisiert Zustand von Schwarz-Rot
Politik

Nouripour kritisiert Zustand von Schwarz-Rot

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 17, 2026
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„Maischberger“

Nouripour: Das kann sich Deutschland nicht leisten


17.09.2026 – 03:33 UhrLesedauer: 4 Min.

Vergrößern des Bildes

Omid Nouripour bei „Maischberger“: Der Ex-Grünenchef fühlt sich an Ampel erinnert. (Quelle: IMAGO/Uwe Koch/imago)

Entscheidet sich am Sonntag die Zukunft von Friedrich Merz? Bei „Maischberger“ wurde über die Wahrscheinlichkeit eines CDU-Aufstands gegen den Kanzler diskutiert.

In einem gemeinsamen Brief haben die acht christdemokratischen Ministerpräsidenten CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz den Rücken gestärkt und der Idee einer unionsgeführten Minderheitsregierung im Bund eine klare Absage erteilt. Aber reicht das, um die Personal- und Koalitionsdiskussionen im eigenen Lager zu beenden, sollte die CDU am kommenden Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zwei weitere Niederlagen einstecken müssen?

Ist es außerdem Zufall, dass Merz in dem Schreiben nicht ein einziges Mal namentlich erwähnt wird? Während der Unions-Fraktionsvorsitzende Thorsten Frei am Mittwochabend bei „Maischberger“ den ganzen Vorgang herunterzuspielen versuchte und in der Namensfrage von „Haarspalterei“ sprach, fand das kommentierende Journalisten-Panel deutliche Worte.

Die Solidaritätsadresse der Ministerpräsidenten sei „eine Beruhigungspille“ bis zum Wahltag, urteilte René Pfister und zeigte sich überzeugt, dass Merz selbst den Ernst der Lage richtig einschätze. „Seine politische Existenz hängt am seidenen Faden“, erklärte der „Spiegel“-Auslandskorrespondent.

  • Zweifel an Finanzierung: Regierungssprecher stellt Seriosität von Merz-Umfragen infrage
  • Friedrich Merz: Revolte abgeblasen. Vorerst.

Die Gäste

  • Thorsten Frei (CDU), Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
  • Omid Nouripour (Bündnis 90/Die Grünen), Bundestagsvizepräsident
  • Margot Käßmann, evangelisch-lutherische Pfarrerin
  • Hubertus Meyer-Burckhardt, TV-Journalist
  • Victoria Reichelt, ZDF-Moderatorin
  • René Pfister, „Spiegel“-Korrespondent

Auch der TV-Journalist Hubertus Meyer-Burckhardt staunte über das Schreiben und dessen unpersönlichen Stil. „Historisch ist das neu, das gab es noch nie“, sagte er und übte Kritik an den drei ostdeutschen CDU-Landesvätern. Diese hätten sich Merz und der Bundesregierung gegenüber als illoyal erwiesen, indem sie den mühsam errungenen Rentenkompromiss der schwarz-roten Koalition öffentlich infrage gestellt hätten.

Dem Bundeskanzler riet Meyer-Burckhardt in dieser schwierigen Situation zu Durchhaltevermögen. Merz habe in Sachen Reformpolitik die Chance auf seinen eigenen „Gerhard-Schröder-Moment“, aus dem er „stärker denn je“ hervorgehen könne, sagte der Fernsehmoderator und zeigte fast schon Mitleid mit dem Kanzler, den er als Getriebenen beschrieb. „Da ist so ein bisschen so ein Jagdfieber entstanden“, befand Meyer-Burckhardt.

CDU kratzt bei Jungwählern an Fünfprozenthürde

Sollte die CDU in Mecklenburg-Vorpommern gar den Einzug in den Landtag verpassen, könnten für Merz allerdings alle guten Ratschläge zu spät kommen. Im Bereich der jungen Wählerschaft sei das durchaus im Bereich des Möglichen, berichtete Victoria Reichelt. „Da sieht’s schlecht aus, da kratzt sie an der Fünfprozenthürde“, erläuterte die 1996 geborene ZDF-Moderatorin und verwies darauf, dass sich die junge Generation von Merz allgemein wenig beachtet fühle.

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