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Home » Nördlingen liegt im Krater – Mauer ist einmalig
Deutschland

Nördlingen liegt im Krater – Mauer ist einmalig

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 17, 2026
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Kosmischer Ausflug ab Nürnberg

Diese Stadt liegt in einem Meteoritenkrater – ihre Mauer ist einmalig


Aktualisiert am 17.08.2026 – 21:45 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Die Nördlinger Stadtmauer ist auf 2,7 Kilometern vollständig begehbar. Der überdachte Wehrgang führt einmal um die Altstadt. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Markus Keller/imago)

Rundgang auf der Stadtmauer, Aussicht auf einen Einschlagskrater und ein echter Mondstein: Nördlingen vereint Mittelalter und Weltraumgeschichte – und zieht sogar internationales Publikum an.

Mittelalterliche Städte gibt es in Franken und Schwaben viele. Nördlingen hat jedoch etwas, das keine hübsche Fachwerkfassade nachbauen kann: Die Stadt liegt mitten in einem Einschlagskrater. Vor rund 15 Millionen Jahren traf hier ein etwa einen Kilometer großer Asteroid die Erde und formte das rund 25 Kilometer breite Nördlinger Ries.

Von Nürnberg ist die Stadt mit der Bahn in den schnellsten Verbindungen in knapp einer Stunde und 40 Minuten erreichbar. Ein Umstieg ist in der Regel nötig. Dafür lassen sich am Ziel drei starke Ausflugsmotive zu Fuß verbinden: eine komplett begehbare Stadtmauer, ein Aussichtsturm über dem Krater und ein Museum mit echtem Mondgestein.

2,7 Kilometer über Nördlingen

Die Nördlinger Stadtmauer umschließt die Altstadt auf einer Länge von 2,7 Kilometern. Der überdachte Wehrgang ist vollständig begehbar – nach Angaben der Stadt ist das in dieser Form einmalig in Deutschland. Wer den ganzen Ring läuft, blickt abwechselnd auf Dächer, Türme, frühere Bastionen und die Landschaft außerhalb der Tore.

imago images 0855344139Vergrößern des Bildes
Luftbild von der historischen Altstadt von Nördlingen mit der vollständig umfassenden und begehbaren Stadtmauer. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Markus Keller/imago)

Der Rundweg kann an mehreren Stellen betreten und unterbrochen werden. Das macht ihn auch für Besucher interessant, die keine komplette Runde schaffen. Die historischen Stufen und der teils unebene Belag sind nicht barrierefrei. Für Kinder wird der Wehrgang schnell zur Entdeckungstour, weil sich hinter jedem Tor ein neuer Blick öffnet.

350 Stufen für den Blick in den Krater

Noch höher hinaus geht es auf den Kirchturm Daniel. Der Turm der St.-Georgs-Kirche ist rund 90 Meter hoch. Nach etwa 350 Stufen liegt die Altstadt unter den Besuchern, der Mauerring wird als geschlossene Form sichtbar und bei klarer Sicht lässt sich die Weite des Rieses erahnen.

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Der Blick erklärt, warum Nördlingen auf Luftbildern so ungewöhnlich wirkt. Die mittelalterliche Stadt sitzt zwar nicht exakt wie eine kleine Schale im Zentrum des gesamten Kraters. Ihre kompakte Altstadt und die weite, vom Einschlag geprägte Landschaft ergeben aber ein Motiv, das sich deutlich von anderen historischen Städten unterscheidet.

Im RiesKraterMuseum geht es vom Meteoriteneinschlag bis zur Mondforschung. Zu sehen ist auch ein echtes Stück Mondgestein der Apollo-16-Mission.Vergrößern des Bildes
Im RiesKraterMuseum geht es vom Meteoriteneinschlag bis zur Mondforschung. Zu sehen ist auch ein echtes Stück Mondgestein der Apollo-16-Mission. (Quelle: Wikimedia Commons)
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