„Damit sind wir ganz oben an der Fahnenstange von dem angekommen, was zu dieser Jahreszeit in Deutschland möglich ist“, kommentiert Jung. „Eben noch Dauerfrost bis minus 15 Grad im Osten und jetzt nah dran am ersten Sommertag – das ist schon eine Hausnummer, das ist Extremwetter.“
Im Übrigen seien nicht nur die derzeitigen hohen Temperaturen bemerkenswert, auch die Dauer der Wärme sei es. Die Wettermodelle würden bis zum 10. März eher eine milde, zeitweise sogar eine sehr milde Wetterlage zeigen. Das liege an warmen Luftmassen, die aktuell mitsamt Saharastaub direkt aus Nordafrika kommen würden. Das europäische ECMWF-Wettermodell berechne derzeit ein erstes Märzdrittel, das „viel zu warm“ für die Jahreszeit sei.
Dass es damit in dieser Saison ganz vorbei mit dem Schnee ist, will Jung aber auch nicht sagen. Natürlich könne es auch Ende März oder im April noch einmal Kaltlufteinbrüche geben, schreibt er t-online auf Anfrage. Das wäre nicht erstaunlich, sondern typisch: „Stichwort Aprilwetter“, meint Jung. „Es würde mich sehr wundern, wenn wir nun mit den 15 bis 20 Grad bis Mai einfach so weitermachen.“
Er rechne im Frühjahr mit einzelnen Kaltluftschüben, die auch mal Schneeregen oder nassen Schnee bis ins Flachland bringen. Aber: „Aktuell ist bis Mitte März in den Wettermodellen nichts in Sicht. Weiter gehen die Trends noch nicht.“









