Ungewöhnlicher Angriff
Bundesland meldet größten Wolfsriss der Geschichte
Aktualisiert am 07.05.2026 – 07:35 UhrLesedauer: 1 Min.
In zwei aufeinanderfolgenden Nächten greift ein Wolf eine Herde Schafe an. Die Landwirte finden in den folgenden Tagen etwas noch nie dagewesenes.
Bei einem Wolfsangriff in Füchtenfeld im Landkreis Grafschaft Bentheim sind mindestens 57 Schafe getötet und mehr als 100 weitere verletzt worden. Wie der NDR berichtet, handelt es sich nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen damit um den größten dem Wolf zugeordneten Vorfall seit Beginn des niedersächsischen Wolfsmonitorings.
Im Video | Hier ist der Wolf wieder heimisch geworden
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Die Angriffe ereigneten sich in zwei aufeinanderfolgenden Nächten. Die Rissbegutachtung ist noch nicht abgeschlossen – es sei wahrscheinlich, dass die Zahlen noch steigen, teilte Wolfgang Ehrecke, Sprecher der Landwirtschaftskammer, dem NDR mit.
Dass ein Wolf zweimal hintereinander dieselbe Herde angreift, gilt als ungewöhnlich. Wie der Wolf in das eingezäunte Gelände gelangte, ist noch unklar. In den meisten Fällen graben sich Wölfe unter Zäunen hindurch, einzelne könnten auch lernen, sie zu überklettern.
Wie viele Wölfe beteiligt waren, lässt sich bislang nicht sagen. Die genetischen Proben aus den Bissspuren haben bestätigt, dass es sich um einen Wolf handelt – nicht aber, wie viele Tiere beteiligt waren. Bissspuren können sich zudem überlagern und das Bild verfälschen.
Üblicherweise tötet ein Wolf bei einem Angriff zwischen einem und fünf Nutztieren. Seit Beginn des Monitorings im Jahr 2008 wurden im Landkreis Grafschaft Bentheim insgesamt 22 Nutztiere durch Wölfe getötet.









