Mordfall Rob Reiner

Sohn angeklagt – und neue Details enthüllt


13.08.2026 – 14:30 UhrLesedauer: 2 Min.

Rob Reiner: Der Regisseur und Produzent („Harry und Sally“, „Stand by Me“) hatte seine Hollywoodkarriere in den Siebzigerjahren als Schauspieler gestartet. Mit 78 Jahren wurde er ermordet. (Quelle: IMAGO)

Nick Reiner soll seinen Vater und seine Mutter erstochen haben. Nun hat eine Geschworenenjury ihn offiziell angeklagt – mit einem schwerwiegenden Zusatzvorwurf.

„Harry und Sally“-Regisseur Rob Reiner wurde im Dezember 2025 in seinem Haus in Los Angeles erstochen, mit ihm seine Ehefrau Michele Singer Reiner. Noch am selben Abend wurde der Sohn des Paares festgenommen.

Jetzt hat eine Geschworenenjury Nick Reiner offiziell wegen zweifachen Mordes angeklagt. Das teilte das Büro des Bezirksstaatsanwalts von Los Angeles County mit. Die Jury hatte die Anklage bereits am 20. Juli 2026 erhoben, sie wurde jedoch erst am 12. August öffentlich gemacht. Der 32-Jährige plädierte auf nicht schuldig. Die Anklage enthält einen Zusatzvorwurf, der dem Fall eine neue Dimension verpasst.

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Rob Reiner und Michele Singer Reiner: Der Hollywood-Produzent und seine Ehefrau wurden am 14. Dezember 2025 in ihrem Haus erstochen. (Quelle: Matt Winkelmeyer)

Der Vorwurf: Nick Reiner soll auf seine Eltern gewartet oder sich vor ihnen versteckt haben, um sie zu überfallen. Der Bezirksstaatsanwalt von Los Angeles County, Nathan J. Hochman, erklärte am Mittwoch. „Die heute veröffentlichte Anklageschrift enthält zudem den Vorwurf eines erschwerenden Umstands, wonach der Angeklagte die Morde durch Hinterhalt begangen haben soll. Wir hoffen, dass die Erhebung der Anklage durch das Großgeschworenengericht uns in diesem Fall einem Prozess und der Gerechtigkeit einen Schritt näher bringt.“

Nick Reiner soll seinen Eltern aufgelauert haben, bevor er sie ermordete. (Archivbild) (Quelle: Chris Torres/Pool EPA/AP/dpa/dpa-bilder)

Sohn des Hollywoodregisseurs könnte Todesstrafe drohen

Nach amerikanischem Recht gilt ein solches Vorgehen als Beleg für eine vorsätzliche Tat. Zusammen mit einer Verurteilung wegen Mordes könnte dies für Nick Reiner die Todesstrafe bedeuten. Ob die Staatsanwaltschaft diese tatsächlich beantragen wird, ist nach Informationen der Nachrichtenagentur AP noch nicht entschieden.

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