Diese Wahrnehmung erklärt, warum Brandt sich aktiv im Kampf gegen die Partei AfD engagiert, die das Bundesamt für Verfassungsschutz in Teilen als „erklärt rechtsextremistisch“ einstuft. Dem deutschen Magazin „Der Spiegel“ sagte er, man müsse die „Einfachheit und Dummheit“ des Rechtsextremismus anprangern und dabei dem Beispiel seiner Eltern folgen, die er als „bemerkenswert furchtlos“ beschrieb.
In der Wochenzeitung „Die Zeit“ schrieb er, man könne die AfD nicht stoppen, indem man ihre Wähler generell verurteile, sondern indem man ihr widerspreche – „öffentlich. Beharrlich. Ohne Angst vor ihrer Lautstärke.“ Rechtspopulisten, schreibt Brandt, verteidigen „ihre Deutschlandfantasie gegen die Realität dieses Landes“ – gegen ein Land „bestehend aus vielen Geschichten, Ursprüngen und Lebensstilen“. Er fordert „jeden Einzelnen auf, sich stärker als bisher für die Wahrung unserer freiheitlichen und demokratischen Lebensweise verantwortlich zu fühlen. Nicht irgendwann in der Zukunft. Sondern jetzt.“
Matthias Brandts neues Buch „Nein sagen“ basiert auf seiner Plötzensee-Rede und fragt, was der Mut der Widerstandsbewegung am 20. Juli 1944 und die Erfahrungen seiner Eltern noch heute bedeuten. Er zitiert die folgende Aussage seiner Mutter: „Man muss nicht laut sein, um standhaft zu sein. Es reicht, wenn man weiß, wer man ist – und auf welcher Seite man steht.“








