Für WhatsApp, Instagram und Facebook

Meta stellt neues KI-Modell vor

Von t-online, reuters, sha

10.04.2026 – 11:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Meta AI (Symbolbild): Ein neues KI-Modell soll das bisherige ersetzen. (Quelle: IMAGO/Samuel Boivin/imago)

Meta hat eine KI vorgestellt, die das bisherige Llama-Modell ersetzen soll. Nach einer kurzen Übergangsphase will der Konzern den Chatbot in alle seine Plattformen integrieren.

Meta hat sein neues Modell für Künstliche Intelligenz (KI) namens „Muse Spark“ vorgestellt. Es ist das erste Produkt eines im vergangenen Jahr neu aufgestellten Teams, mit dem der Facebook-Konzern im weltweiten KI-Wettlauf zu seinen Rivalen aufschließen will.

„Muse Spark“ soll zunächst nur über die bislang wenig genutzte Meta-AI-App und die dazugehörige Webseite zugänglich sein, teilte der Konzern in einem Blogbeitrag mit. In den kommenden Wochen werde es dann die bisherigen Llama-Modelle ersetzen, welche die Chatbots auf WhatsApp, Instagram, Facebook sowie in den Datenbrillen des Unternehmens antreiben.

Das neue Modell sei bewusst klein und schnell konzipiert, könne jedoch komplexe Fragen aus den Bereichen Wissenschaft, Mathematik und Gesundheit beantworten, hieß es weiter. „Es ist ein leistungsstarkes Fundament, und die nächste Generation befindet sich bereits in der Entwicklung.“

US-Technologiekonzerne stehen zunehmend unter Druck: Es gilt zu beweisen, dass sich ihre massiven Investitionen in die KI auszahlen. Für Meta steht dabei besonders viel auf dem Spiel: Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr den Chef von Scale AI, Alex Wang, im Rahmen eines 14,3 Milliarden Dollar schweren Deals verpflichtet.

Zudem lockte Meta Ingenieure mit Gehaltspaketen in dreistelliger Millionenhöhe an, um ein neues Team für sogenannte Superintelligenz aufzubauen. Dieses arbeitet an der Entwicklung von Maschinen, die dem menschlichen Denken überlegen sein sollen.

Auch die KI-Modelle anderer Hersteller werden immer leistungsfähiger. Vor wenigen Tagen erst hat der OpenAI-Rivale Anthropic eine Software vorgestellt, die so gut darin sei, bisher unentdeckte Software-Schwachstellen zu finden, dass sie in den falschen Händen zu einer verheerenden Cyberwaffe werden könnte.

Deshalb will Anthropic die Software nicht öffentlich machen, sondern lässt Unternehmen wie Apple, Amazon und Microsoft damit Sicherheitslücken in deren Programmen stopfen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erwartet erhebliche Auswirkungen durch die Software auf die Cyberbedrohungslage hierzulande.

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