Flughafen Nürnberg
Bayern erfasst Reisende jetzt digital – was sich jetzt ändert
13.03.2026 – 20:17 UhrLesedauer: 1 Min.
Bayern hat alle drei internationalen Flughäfen an das neue EU-Grenzsystem angeschlossen. Millionen Reisende müssen sich auf ein verändertes Einreiseverfahren einstellen.
Bayern hat das EU-weite Entry/Exit-System (EES) an allen drei internationalen Flughäfen des Freistaats eingeführt. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nahm das System am Freitag am Flughafen Nürnberg in Betrieb. Einen Tag zuvor war es in Memmingen gestartet.
Das EES erfasst Ein- und Ausreisen von Nicht-EU-Bürgern erstmals im gesamten Schengenraum digital. Es erhebt Lichtbilder, Fingerabdrücke und weitere Reisepassdaten. Diese Daten fließen in eine zentrale Datenbank, die mit den nationalen Grenzkontrollsystemen aller Mitgliedstaaten verbunden ist. Polizeibehörden in allen Schengen-Ländern können die Daten in Echtzeit abrufen.
Das EES ersetzt das bisherige analoge Abstempeln der Reisedokumente. Am Flughafen München läuft die digitale Erfassung bereits seit November.
Die Identitätsprüfung werde verbessert und Identitätsbetrug erschwert, sagte Herrmann. Künftig sei auch besser nachvollziehbar, ob Reisende die erlaubte Aufenthaltsdauer im Schengenraum überschritten hätten, so der Minister.
An den Flughäfen Nürnberg und Memmingen fänden jährlich über drei Millionen grenzüberschreitende Reisebewegungen statt, so Herrmann. Die Zahl mache deutlich, welchen Sicherheitsgewinn die EES-Einführung bringe.
