Erfolgs-SUV könnte aus Indien kommen
Skoda plant neues Billigst-Auto in Europa
26.05.2026 – 17:21 UhrLesedauer: 2 Min.
In Indien kostet er keine 7.000 Euro, für Europa hält Skoda einen Preis unter 15.000 Euro für möglich: Mit dem Kylaq will der Autobauer eine Lücke füllen. Doch der Import birgt zwei Risiken.
Günstige Neuwagen sterben in Europa aus. Selbst der kleine Skoda Fabia kostet in der Basisversion fast 20.000 Euro. Skoda prüft deshalb den Import seines Kylaq, der eigentlich für Asien gebaut wird. In Indien kostet der Wagen umgerechnet rund 6.756 Euro. Für Europa hält Unternehmenschef Klaus Zellmer einen Preis von unter 15.000 Euro für denkbar. Entschieden ist noch nichts.
Die einzige Alternative
Laut Skoda-Chef Klaus Zellmer ist dieser Schritt geschäftlich logisch, wie er in „Automotive News Europe“ erklärte. Dem Autobauer fehlt ein günstiges Einstiegsmodell, seit er 2020 den Kleinstwagen Citigo einstellte.
Da ein billiges Elektroauto vorerst nicht infrage kommt – Skoda schloss einen Ableger des geplanten VW ID.1 aus Kostengründen aus –, wird der indische Verbrenner Kylaq zur einzigen bezahlbaren Alternative für den europäischen Markt.

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Erfolg in Asien
In Indien ist der knapp vier Meter lange Fünfsitzer mit seinem 1,0-Liter-Benzinmotor ein Erfolg. Seit der Markteinführung Ende 2024 verkaufte Skoda dort mehr als 50.000 Autos. Der Kylaq hat den Absatz des Herstellers auf dem Subkontinent verdoppelt.
Hürden für Europa
Den niedrigen Preis ermöglicht die konzerneigene Plattform des Autos, die Skoda direkt in Indien nutzt. Für den Sprung nach Europa muss der Autobauer jedoch zwei Hürden nehmen: Erstens braucht das Auto eine Zulassung nach den strengen europäischen Sicherheitsregeln. Zweitens belastet der reine Verbrenner die CO2-Bilanz des Herstellers. Um die EU-Emissionsvorgaben für 2027 zu schaffen, muss Skoda den zusätzlichen CO2-Ausstoß des Kylaq durch den Verkauf von mehr Elektroautos und Plug-in-Hybriden ausgleichen.










