Festakt im Hofbräuhaus
Hofbräu hat einen neuen Chef – und bald ein neues Zelt
05.02.2026 – 17:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Hofbräu läutet ein Jahr der Veränderungen ein. Nicht nur an der Führungsspitze gibt es einen Wechsel, auch das Zelt auf der Wiesn bekommt ein neues Antlitz.
Nach einem Vierteljahrhundert bekommt die staatliche Brauerei Hofbräu eine neue Führung: Am Mittwochabend wurde Michael Möller im Festsaal des Hofbräuhauses verabschiedet und sein Nachfolger Jörg Lehmann empfangen. Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) sagte, Möller habe „das Schiff 25 Jahre auf Kurs gehalten“ – trotz sinkenden Bierkonsums, politischer Einschnitte und der Corona-Pandemie.
In dieser Zeit sei der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier deutlich zurückgegangen, der Umsatz der Brauerei jedoch um mehr als 100 Prozent gestiegen. Füracker verwies auf Herausforderungen wie die Absenkung der Promillegrenze am Steuer, das Rauchverbot in der Gastronomie und die Pandemie – alles Faktoren, die die Branche geprägt hätten.
Der Abschied fiel feierlich aus: Hunderte Gäste waren geladen, durch den Abend führte Moderatorin Katja Wunderlich. Die Festrede hielt Kabarettist Django Asül, der im Hofbräuhaus seit Jahren den Maibockanstich begleitet.
Möller übernahm den Posten als Brauereidirektor zur Jahrtausendwende. Über seine Zeit an der Spitze der 1589 gegründeten Brauerei sagte Möller: „Ich hätte es beruflich nicht besser treffen können.“ Als Dank für seine Arbeit verlieh ihm Füracker die Finanz- und Heimatmedaille.
Der neue Direktor von Hofbräu, Jörg Lehmann, übernahm seinen Posten offiziell bereits Anfang Januar. Zuvor war er im Vorstand der Kulmbach Brauerei und bei Paulaner. Dass er nun der neue Hofbräu-Direktor wird, sei für ihn „eine Fügung“, so Lehmann am Mittwoch.
Eine weitere Neuerung wurde am Mittwochabend bekannt. Das Hofbräu-Festzelt auf dem Oktoberfest soll erneuert werden. Gegenüber der Münchner Redaktion von t-online hieß es zunächst, dass „noch nichts spruchreif“ wäre, so eine Sprecherin. Das Festzelt sei 25 Jahre im Dienst gewesen und müsse irgendwann einfach ausgetauscht werden. Wie genau es dann aussehen wird, konnte Hofbräu jedoch nicht verraten – nur so viel: 2027 wird es vermutlich erstmals zum Einsatz kommen.
Mehr Details zum neuen Festzelt gibt es hingegen bei der „Süddeutschen Zeitung“: Dort heißt es, dass neben mehr Plätzen für die Gäste auch der Brandschutz verbessert werden solle. Außerdem soll der Auf- und Abbau leichter werden und mehr Platz auf den Balkonen für Gäste bieten. Laut „SZ“ soll das neue Zelt rund acht Millionen Euro kosten.









