Ab Juli
Auf Döner-Boxen und Pappbecher: Potsdam führt neue Steuer ein
27.03.2026 – 09:20 UhrLesedauer: 1 Min.
Wer in Potsdam Kaffee to go oder Imbiss-Essen in Einwegbehältern verkauft, zahlt bald eine Steuer. So viel wird fällig.
Ab dem 1. Juli 2026 gilt in Potsdam eine Verpackungssteuer für Einwegbehälter bei Speisen und Getränken. Die Stadtverordneten stimmten dafür in einer Sondersitzung am 25. März.
Betroffen sind Imbisse, Cafés und ähnliche Betriebe, die Essen und Trinken zum Mitnehmen verkaufen. Pro Einwegbecher, -teller oder -schale werden 50 Cent fällig, pro Einwegbesteck-Teil 20 Cent. Wer auf Mehrweg umsteigt oder ganz auf Einweg verzichtet, zahlt nichts. Verpackungen mit gesetzlichem Einwegpfand sind ebenfalls ausgenommen.
Normale Lebensmitteleinkäufe fallen nicht unter die Regelung. Entscheidend ist laut der Stadt, ob ein Angebot typischerweise für den sofortigen Verzehr gedacht ist – nicht, was Kunden im Einzelfall damit machen.
Bürgermeister und Kämmerer Burkhard Exner räumte ein, dass die Steuer für viele Betriebe zunächst Anpassungen erfordert. „Gleichzeitig eröffnet sie die Chance, Verpackungslösungen nachhaltiger zu gestalten und den Einsatz von Einwegmaterialien deutlich zu verringern“, sagte er. Im Mai plant die Stadt eine Informationsveranstaltung für Gewerbetreibende.
Ab 2027 rechnet Potsdam mit jährlichen Einnahmen von rund einer Million Euro aus der Verpackungssteuer.










