Fast 2.000 Wohnungen

Stadtratsbeschluss: Münchens Bau-Turbo und die Viertel der Zukunft


Aktualisiert am 12.02.2026 – 19:44 UhrLesedauer: 2 Min.

So könnten das Areal einmal aussehen: Das Planungsgebiet für das neue Quartier liegt nördlich des denkmalgeschützten Ensembles „Olympiapark“. (Quelle: Ingenhoven Architects )

Gleich zwei neue Stadtquartiere sollen kommen. Der Stadtrat will damit auf die nicht endende Wohnungsknappheit reagieren. Wie das genau aussehen soll.

Wo einst der Industriegigant Knorr-Bremse vor sich hin schraubte, sollen nun Menschen flanieren und wohnen: Für diesen Plan hat der Stadtrat am Mittwoch (11. Februar) den Weg frei gemacht.

Am Donnerstag wurde dann gleich das nächste „Stadtquartier“ beschlossen: Das ehemalige Metro-Gelände soll das nächste Münchner Viertel werden. Zukünftige Bewohner haben es dann nicht weit zu Veranstaltungsstätten wie dem Zenith oder der Motorworld.

Für die anhaltende Wohnungsnot und den harten Konkurrenzkampf der Suchenden gibt es nur einen Ausweg: neue Wohnungen bauen. Eines der neuen Mega-Projekte soll gemäß Beschluss nördlich vom Olympiapark entstehen, genauer gesagt am Oberwiesenfeld. Dafür hat der Bauausschuss laut Rathaus nun den Bebauungsplan beschlossen.

Aktuell steht hier noch die Zwischennutzung „Lucky Star“, eine sternförmige Freizeitanlage, auf dem es zum Beispiel Tennisplätze gibt. Das historische Quartier soll 13 Hektar und mehr als 620 Wohnungen umfassen, so sieht es der Bebauungsplan vor. Von diesen Wohnungen sollen 180 gefördert und 60 preisgedämpft sein. 120 Einheiten sind zudem für Studierende, Azubis und Senioren vorgesehen.

Optisch orientiert sich das Knorr-Bremse-Quartier, das auch Geschäfte, Büroflächen und zwei Kitas beherbergen wird, übrigens nicht an seinem brutalistischen Nachbarn, dem Olympischen Dorf: Das Rendering der Architekten zeigt hingegen eher runde, wellenförmige Silhouetten, die sich in die Landschaft einfügen sollen. Das zeigt etwa das „Tor“ zum Quartier, ein 88 Meter hohes Hochhaus.

Mit dem Beschluss des Bebauungsplans steht auch dem Baubeginn nichts mehr im Wege: Geplant ist, dass die ersten Bagger ab 2027 anrollen sollen.

Weiter östlich vom Oberwiesenfeld gelegen soll ein weiteres neues Viertel entstehen: Am Euro-Industriepark auf dem ehemaligen Metro-Gelände sind bis zu 1.000 Wohnungen geplant. Ein entsprechendes Konzept hat der Stadtrat am Donnerstag (12. Februar) beschlossen. Das 5,4 Hektar Areal soll Wohnungen und auch Gewerbeflächen beherbergen – und zwar in Form mehrerer Blöcke, die alle zwischen fünf und sieben Stockwerke hoch sind.

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