Bauarbeiten beginnen bald
Neue Fernwärmeleitung legt Verkehr im Hamburger Norden lahm
28.02.2026 – 07:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Bauarbeiten für die lange Trasse zum Flughafen beginnen am Montag. Für Autofahrer und ÖPNV-Nutzer bedeutet das erhebliche Behinderungen.
Der Hamburger Norden steht vor massiven Verkehrseinschränkungen durch ein neues Großprojekt. Die Bauarbeiten für eine neue Fernwärmeleitung zum Flughafen beginnen am Montag (2. März). Die Leitung wird 4,7 Kilometer lang und verläuft entlang der Otto-Wels-Straße in Winterhude über die Traute-Lafrenz-Straße in Alsterdorf bis zum Flughafenareal am Weg beim Jäger in Fuhlsbüttel.
Das Bauprojekt ist in zehn Abschnitte unterteilt und dauert bis Ende 2028. Nach Angaben der Hamburger Energiewerke wird zunächst ein Abschnitt der Traute-Lafrenz-Straße (ehemals Hindenburgstraße) bis voraussichtlich November gesperrt.
Zwei Buslinien (23 und 28) müssen umgeleitet werden. Danach folgt die Sperrung eines weiteren Straßenabschnitts bis zum Frühjahr 2027. Der Weg beim Jäger an der Einfahrt zur Lufthansa Technik wird ab diesem Frühjahr für mehrere Monate voll gesperrt, wie aus einer Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion hervorgeht.
Mit weiteren Bautätigkeiten von Hamburg Wasser auf der Alsterkrugchaussee und der Hochbahn sei die Maßnahme abgestimmt, erklärten die Energiewerke. Die Umleitungsstrecke verläuft über die Alsterkrugchaussee, Teil der Bundesstraße B433. Bis mindestens Mitte April ist an einer Baustelle die rechte Fahrbahn gesperrt, wie eine Sprecherin von Hamburg Wasser sagte.
Auch der öffentliche Nahverkehr ist betroffen. Die U-Bahn-Linie U1 wird von Mitte Juli bis Mitte Oktober für Bauarbeiten zwischen den Stationen Lattenkamp und Fuhlsbüttel Nord unterbrochen. Das Ersatzkonzept befinde sich noch in der Ausarbeitung, erklärte der Senat.
Ziel des Projekts ist der Anschluss des Flughafens und der Lufthansa Technik an das Fernwärmenetz. Dadurch können nach Angaben der Energiewerke jährlich rund 17.000 Tonnen CO₂ eingespart werden. „Leider können wir nicht verhindern, dass der Verkehrsfluss auch mal beeinträchtigt wird“, heißt es auf der Internetseite der Hamburger Energiewerke.
