Sommerurlaub für Berliner
Keine Strandkörbe, kein Gedränge: Diese Ostsee-Region bietet echte Ruhe
19.07.2026 – 17:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Schroffe Kieselstrände statt Sandburgen, Küstenwald statt Promenade: Eine Ecke an der Ostsee hat dem Tourismus bisher getrotzt und bietet Natur pur.
Viele große Badeorte an der Ostsee setzen auf den Touristen-Ansturm in der Sommerzeit. In den vergangenen Jahren bauten mehrere deutsche Ostseebäder neue Seebrücken, an der polnischen Ostseeküste gibt es seit Kurzem ein neues Mega-Hotel. Auch Berliner lieben die Küste – angesichts vieler Urlauber an den Stränden ist der Unterschied zum Gedränge in der Großstadt aber oft gar nicht mehr so groß.
Ein Küstenabschnitt in Nordwestmecklenburg zwischen Priwall und Boltenhagen könnte da eine ruhige Alternative in den Ferien sein. Denn hier wird ein anderes Konzept verfolgt. Die Region besteht aus mehreren Schutzgebieten. Statt großer Hotelanlagen findet man hier Naturstrände, Küstenwälder und weitgehend unberührte Landschaften. Laut dem BUND bieten die Fels- und Steilküsten, Geröll- und Kiesstrände, verschiedenen Dünentypen, Salzwiesen und Küstenwälder einen „idealen Lebensraum für Uferschwalben und Fischotter.“ In den Sandbänken, Lagunen und Riffen in der Ostsee gebe es viel Nahrung für Robben und Schweinswale.
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Nordwestmecklenburg: Schroffe Strände und viel Natur
Große Seebäder sucht man hier vergeblich. Stattdessen liegen entlang der Küste kleine Orte wie Barendorf, Brook, Warnkenhagen oder Groß Schwansee. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es dennoch: Pensionen, Ferienwohnungen und Gasthöfe bieten Unterkünfte, außerdem finden sich im Hinterland mehrere Hotels.

Die Strände sind zwar nicht menschenleer, aber deutlich ruhiger als in vielen bekannten Ostseebädern. Das liegt auch an ihrer Beschaffenheit. Statt feinem Sand gibt es an vielen Abschnitten Kiesel, Steine und Geröll. Im Uferbereich liegen umgestürzte Bäume.
Auch ohne Promenade, Strandkiosk oder flächendeckende Infrastruktur eignet sich die Region für einen Ostseeurlaub – besonders für Familien, die Ruhe und Natur suchen. Dabei gelten in den Schutzgebieten klare Regeln: Hunde müssen angeleint bleiben. Der Strand darf nur über die ausgewiesenen Wege betreten werden, um die empfindliche Flora und Fauna zu schützen. Zudem sollten Besucher die Brutzeiten der Vögel beachten.











