DFB-Star nach geplatztem Wechsel
„Hoeneß schrieb mir eine WhatsApp“
Aktualisiert am 04.12.2025 – 15:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Nationalstürmer Nick Woltemade ist im Sommer nach England gewechselt. Den geplatzten Transfer zu Bayern hat er abgehakt.
Für Nick Woltemade begann im Sommer ein neues Abenteuer. Für eine Ablöse von 75 Millionen Euro wechselte er vom VfB Stuttgart nach England zu Newcastle United. Eine hohe Ablöse für den DFB-Star, die einige Diskussionen auslöste. Denn der FC Bayern war wegen dieser hohen Summe aus dem Rennen um Woltemade ausgestiegen. Nun äußerte sich der Stürmer in einem Interview mit dem Magazin „Stern“ dazu.
Auf die Frage, ob ihn die Ablösesumme belaste, antwortete Woltemade: „Das Gerede übers Geld ist eine ziemlich deutsche Angelegenheit. Mich hat in England noch niemand auf meine Ablöse angesprochen. Ich musste mir auch noch keinen Spruch in der Kabine anhören. Die Leute haben sich an diese Summen offenbar gewöhnt.“
Das war bei den Bayern anders, die sich gegen einen Woltemade-Transfer entschieden. „Ich hatte zwei Tage Bedenkzeit. Aber lange überlegen musste ich eh nicht, denn Newcastle United ist ein toller Klub, der in der stärksten Liga der Welt spielt. Mein Ziel ist es immer gewesen, mich mit den Besten zu messen“, so Woltemade.
Nachdem am Ende festgestanden hatte, dass er nach Newcastle wechselt, habe er eine WhatsApp-Nachricht von Uli Hoeneß erhalten. Der Ehrenpräsident des FC Bayern hatte sich zuvor persönlich um einen Wechsel bemüht und gilt sonst eher als einer der letzten Freunde des Faxgeräts.
„Das war wohl in diesem Fall eine Auftragsarbeit“, meinte Woltemade. „Ich habe mich jedenfalls sehr über die Wertschätzung gefreut, die Herr Hoeneß mir entgegengebracht hat.“ Der 73-Jährige habe ihm alles Gute für die neue Saison gewünscht.
Übrigens hat sich Woltemade auch dazu entschieden, keine Artikel über sich selbst mehr zu lesen. „Das Fatale ist: Wenn du zehn super Geschichten über dich liest und dann plötzlich eine negative, kreisen deine Gedanken nur um diese eine schlechte Geschichte“, sagte der Nationalstürmer.
Er habe festgestellt, dass das Gehirn sich besonders das Negative herauspicke. „Deshalb lasse ich’s sein mit der Lektüre über mich.“ In der vergangenen Saison sei das noch anders gewesen, so Woltemade. Damals hatte er mit dem VfB Stuttgart den DFB-Pokal gewonnen: „Da wurde ich abgefeiert. Das tat gut und ich habe mich noch ein bisschen toller gefühlt.“
