„Großer Schritt“ für Mondmission
Nasa nach Test optimistisch – Starttermin trotzdem verschoben
Aktualisiert am 20.02.2026 – 18:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit der „Artemis 2“-Mission sollen vier Astronauten demnächst den Mond umrunden. Beim ersten großen Bodentest gab es allerdings technische Probleme. Ein zweiter lief nun besser.
Nach technischen Problemen bei einem ersten großen Bodentest für die bemannte Mondmission „Artemis 2“ hat sich die US-Raumfahrtbehörde Nasa nach einem zweiten Probelauf optimistischer gezeigt. Es habe „großen Fortschritt“ gegeben, schrieb Nasa-Chef Jared Isaacman bei der Online-Plattform X. Das zweite sogenannte „Wet Dress Rehearsal“, bei dem bis auf den eigentlichen Start alle Abläufe getestet werden, sei „ein großer Schritt hin zu Amerikas Rückkehr in die Umgebung des Mondes“ gewesen.
„Es war ein sehr guter Tag“, sagte Nasa-Manager John Honeycutt bei einer Pressekonferenz. „Der Test ist sehr gut gelaufen.“ Die Reparaturen der vorab aufgetretenen Probleme hätten funktioniert, sagte Nasa-Managerin Lori Glaze. Fast alles sei wie geplant und in der vorhergesehenen Zeit abgelaufen. „Wir haben uns aber auch durch ein paar Probleme hindurchgearbeitet und haben noch einiges an Arbeit vor uns.“
Der frühestmögliche Starttermin für die Mission sei nun auf den 6. März terminiert – dafür müsse allerdings noch einiges an Arbeit geschafft werden und nach Plan laufen. Die Crew solle sich noch am Freitag wieder in Quarantäne begeben. „Die Aufregung nimmt zu, das kann ich spüren.“ Ursprünglich war die Nasa von einem Start frühestens am 6. Februar ausgegangen. Über das Jahr verteilt gibt es weitere Startmöglichkeiten.
Mit der „Artemis 2“-Mission sollen erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen. Die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen sollen den Mond bei der etwa zehntägigen Mission umrunden. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 auf dem Mond gewesen.
Bei der ersten Generalprobe auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida Anfang Februar waren Wasserstoff-Lecks aufgetreten. Daraufhin wurden Dichtungen ausgetauscht. Bei einem weiteren kleineren Test funktionierte die Wasserstoff-Befüllung immer noch nicht wie geplant. Daraufhin wurde ein Filtersystem ausgetauscht.
