Er erfuhr im Urlaub von seiner Nominierung
Nagelsmann fragte DFB-Star, ob er betrunken ist
10.06.2026 – 21:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Erst durch die Verletzung von Lennart Karl rückte Assan Ouédraogo in den deutschen WM-Kader. Jetzt berichtete der Leipziger davon, wie er von seiner Nominierung erfuhr.
Aus dem DFB-Teamquartier in Winston-Salem berichtet William Laing
Erst in letzter Sekunde ist Assan Ouédraogo noch auf den WM-Zug der deutschen Nationalmannschaft aufgesprungen. Der 20-Jährige profitierte von der Verletzung von Lennart Karl, der sich im Abschlusstraining vor dem letzten Testspiel gegen die USA in Chicago (2:1) einen Muskelbündelriss im linken Oberschenkel zugezogen hatte und das Turnier damit verpasst. Bundestrainer Julian Nagelsmann nominierte Ouédraogo deshalb vor wenigen Tagen nach – und erreichte diesen im Urlaub im spanischen Marbella.
Am Mittwoch gab der Mittelfeldspieler im DFB-Quartier in Winston-Salem nun einen Einblick in den Moment des Anrufs durch den DFB-Coach. „Ich lag tatsächlich auf der Liege und war unfassbar am Chillen mit meinen Jungs“, sagte Ouédraogo auf einer Pressekonferenz. „Dann kam der Anruf und ich war direkt von 0 auf 180.“
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Im Anschluss sei er „um die Ecke gerannt, damit mich keiner hört“, so der ehemalige Schalker. Nagelsmann habe ihm dann erklärt, dass er ihn für Karl nachnominieren werde. Darüber habe er sich „unfassbar gefreut“, sagte Ouédraogo und gab zu, dass der Bundestrainer ihm kurz darauf noch eine pikante Frage stellte.
„Dann hat er mich noch gefragt, ob ich betrunken bin“, berichtete der DFB-Profi. „Aber ich trinke so oder so nicht.“ Er habe Nagelsmann direkt gesagt, dass alles passe. „Und dann bin ich auch sofort rübergeflogen.“
„Ich wusste gar nicht, was ich machen soll“
Auch, wer aus seinem privaten Umfeld zuerst von seiner Nominierung erfuhr, gab Ouédraogo am Mittwoch preis. „Mein erster Anruf ging an meine Mutter, sie ist nicht rangegangen“, erzählte er. Sein Vater habe den Hörer ebenfalls nicht abgenommen. „Die erste Person, die es eigentlich erfahren hat, war meine große Schwester und halt die Leute, die neben mir waren in dem Moment.“