Tiefausläufer bringen vor allem in Norddeutschland feuchte Luft mit wiederholten Schneeschauern. Der Süden profitiert dagegen von schwachem Hochdruckeinfluss und mehr Sonnenschein. Der Schnee taut bei Frost nicht – auch die Wintersonne vermag ihn nicht zu schmelzen. Im Bergland heiße es daher weiterhin: „Ski und Rodel gut“, so Kernn.

Sie ergänzte: „Des einen Freud’ ist des anderen Leid: Schneeschauer sorgen für teils glatte Straßen und Wege. Eine angepasste Gang- und Fahrweise ist ratsam.“ Auch fürs morgendliche Freikratzen der Autoscheiben sollte man derzeit etwas mehr Zeit einplanen. Erst in der zweiten Wochenhälfte setzt sich laut DWD wieder mildere Luft durch – dann könnte Deutschlands Dauerfrost enden.

In Österreich sorgt eine stabile Kaltluftlage ebenfalls für eisige Nächte, vor allem in Tirol und im Raum Salzburg. Wie „Salzburg24“ berichtet, hat GeoSphere Austria für den Pinzgau, Pongau und Lungau eine Kältewarnung ausgegeben. Meteorologe Josef Haslhofer sagte: „Die Frühtemperaturen liegen zwischen minus 17 und minus 7 Grad. Auch tagsüber bleibt es gedämpft mit Temperaturen zwischen minus 8 und minus 4 Grad.“

In Südtirol wurde laut „heute.at“ vom Zivilschutz die Warnstufe Orange ausgerufen. Besonders obdachlose Menschen seien betroffen. In Bozen hätten zuletzt 25 Personen um einen Schlafplatz gebeten, doch über 100 weitere übernachteten weiterhin im Freien. Die Hilfsorganisation Bozen Solidale geht von über 100 Betroffenen aus. Landesrätin Rosmarie Pamer forderte die Gemeinden auf, zusätzliche Notunterkünfte bereitzustellen. In höheren Lagen wie dem Hochpustertal oder Pfitschtal rechnet man mit Tiefstwerten unter minus 20 Grad.

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