Eishockey-WM
Nächste Pleite: DEB-Team verzweifelt an Lettland
Aktualisiert am 17.05.2026 – 22:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Mannschaft von Trainer Harold Kreis hat auch im zweiten Spiel bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz kein Glück. Nun kann es ganz knapp werden.
Zweites Spiel, zweite Niederlage für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM in der Schweiz. Das Team von Bundestrainer Harold Kreis verlor am Sonntagabend mit 0:2 (0:1, 0:1, 0:0) gegen Lettland und muss in der mit den USA, Finnland und der Schweiz hochkarätig besetzten Gruppe nun schon immer mehr um den Einzug ins Viertelfinale bangen.
Schon am Freitag hatte das DEB-Team seinen Turnier-Auftakt mit 1:3 (0:1, 0:0, 1:2) gegen Finnland verloren. Nächster Gegner ist am Montag (ab 20.20 Uhr im Liveticker bei t-online) der bislang ungeschlagene Gastgeber Schweiz.
Die stark ersatzgeschwächte Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes fand keinen Weg vorbei an DEL-Torhüter Kristers Gudlevskis. Martins Dzierkals (19.) und Rudolfs Balcers (25.) trafen für das deutlich verjüngte lettische Team, das bei den Winterspielen in Mailand in ganz anderer Besetzung schon die deutschen Stars um Leon Draisaitl mit 4:3 besiegt hatte.
Beim DEB-Team schlichen sich immer mehr Fehler ein
Ohne Draisaitl und Co., aber immerhin mit vier NHL-Profis, agierte die DEB-Auswahl um Kapitän Moritz Seider vor 6.000 Zuschauern in Zürich unglücklich. Edmonton-Stürmer Joshua Samanski vergab die größte Chance allein vor Gudlevskis (32.). Die Letten mit nur noch zehn Olympiateilnehmern und einem einzigen NHL-Spieler nutzten die Schwächen eiskalt aus.
Die DEB-Auswahl engagiert, doch mit zunehmender Spielzeit schlichen sich Fehler im Aufbau ein. Lettland attackierte früher, NHL-Goalie Philipp Grubauer bekam mehr Arbeit. Nach einem kapitalen Fehler von Verteidiger Leon Hüttl erzielte Dzierkals die verdiente Führung der Balten, Grubauer war dabei völlig außer Position.
Dann setzte sich die Unterzahl-Misere aus dem ersten Spiel fort: Zum vierten Mal war das deutsche Team ein Mann weniger, zum dritten Mal traf der Gegner. Erst gegen Ende des Ende des zweiten Durchgangs gelang es, sich länger im lettischen Drittel festzusetzen. „Wir müssen einfach mehr Verkehr vor dem Tor haben“, sagte Seider in der zweiten Pause. Das DEB-Team drängte auf den Treffer und hatte Chancen, blieb aber erfolglos. Kreis nahm Grubauer gut fünf Minuten vor dem Ende für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis, doch es half nichts.
