Zu Ehren von Margot Friedländer
Nächste Hürde geschafft: Gymnasium wird bald umbenannt
09.03.2026 – 17:11 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine Schule in Berlin trägt bald den Namen der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer. Dabei spielt auch die Vergangenheit des bisherigen Namensgebers eine Rolle.
Das Hans-Carossa-Gymnasium in Berlin-Spandau wird umbenannt. Ab dem Schuljahr 2026/27 trägt es den Namen Margot-Friedländer-Gymnasium. Das Bezirksamt Spandau hatte dies am 17. Februar 2026 beschlossen, teilte das Bezirksamt am Montag mit.
Vorausgegangen war ein einstimmiges Votum der Schulkonferenz. Schulleitung, Lehrkräfte, Schüler und Eltern hatten sich für die Umbenennung ausgesprochen. Den Anstoß gab eine Ausstellung im Militärhistorischen Museum, die die Schulgemeinschaft dazu veranlasste, die Biografie des bisherigen Namensgebers zu prüfen. Hans Carossa war Arzt und Schriftsteller – dem NS-Regime stand er literarisch nahe.
Als neue Namensgeberin wählte die Schulkonferenz Margot Friedländer. Die Holocaust-Überlebende hatte die Schule zu Lebzeiten mehrfach besucht. Nach Angaben der Schule hatte sie sich geehrt gefühlt, dass die Schule ihren Namen tragen wolle.
Dr. Carola Brückner, Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur, Sport und Facility Management in Spandau, verwies auf Friedländers Appell an junge Menschen: „Vernunft, Menschlichkeit, Verständnis für andere“ zu zeigen.










