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Home » Nachrichtendienst-Agent soll hinter Anschlag stecken
Politik

Nachrichtendienst-Agent soll hinter Anschlag stecken

MitarbeiterBy MitarbeiterOktober 2, 2026
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Biker mit Doppelleben

Identität des Leipzig-Attentäters steht wohl fest

Von t-online, afp, reuters, pri

02.10.2026 – 15:32 UhrLesedauer: 2 Min.

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Die Frachtmaschine der ukrainischen Fluglinie Antonov Airlines auf dem Rollfeld des Leipziger Flughafens war Ziel des Anschlags. (Archivbild) (Quelle: Hendrik Schmidt/dpa/dpa-bilder)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Ein Drohnenangriff legte Anfang August den Airport Leipzig/Halle lahm. Nun enthüllen Medien die Identität des mutmaßlichen Drahtziehers: ein russisch-lettischer Biker mit Doppelleben.

Es war knapp Anfang August auf der Piste des Flughafens Leipzig/Halle. Nur durch einen Zufall konnte ein Drohnen-Anschlag auf ein ukrainisches Transportflugzeug verhindert werden. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt machte den russischen Geheimdienst GRU für den hybriden Angriff verantwortlich. Nun nennen mehrere europäische Medien den Namen des mutmaßlichen Drahtziehers: Oleg Levushkin. Er soll er enge Verbindungen zur Spezialeinheit 29155 des russischen Militärgeheimdienstes GRU haben.

In Sicherheitskreisen wird mit weiteren Drohnenattacken gerechnet. Ein Nato-Experte sagte der Zeitung „Welt am Sonntag“: „Aus Sicht des Kremls scheint die beste Option, die ihnen zur Verfügung steht, darin zu bestehen, die Hybridkampagne, die sie gegen den Westen führen, zu verstärken.“

  • Überblick: Alle Entwicklungen im Ukraine-Newsblog
  • Drohnenregiment: Das plant Pistorius mit seiner neuen Einheit

Zuvor hatten schon NDR, WDR, „Süddeutsche Zeitung“ und „Die Zeit“ über die russischen Hintergründe des Anschlagsversuchs berichtet. Die Aktion am 5. August galt nach Erkenntnissen der Ermittler einem Frachtflieger der ukrainischen Linie Antonov Airlines. Ein Flughafenmitarbeiter hatte die Drohne zufällig entdeckt und ausgeschaltet.

Levushkins Legende auf Instagram

Bauart und Sprengstoff der Drohne ähneln Sprengsätzen, die Fahnder vor zwei Jahren im litauischen Kowno aufspürten. Zudem gibt es Parallelen zu einem weiteren Vorfall im Flughafen Leipzig/Halle. Dort war vor zwei Jahren ein Paket vor dem Verladen in eine DHL-Maschine in Brand geraten. Auch hier soll der russische Geheimdienst GRU mitgewirkt haben.

In den sozialen Medien posiert Levushkin am Strand in Bulgarien oder beim Angeln. Auch eine Vorliebe für schnelle Motorräder soll der Mann pflegen. Jenseits des öffentlichen Lebens auf Instagram reiste er nach Erkenntnissen der Ermittler Ende Juli über Istanbul am Berliner Hauptstadtflughafen BER geheim nach Deutschland ein und mietete dort ein Auto. Kurz darauf kam es zum Drohnenzwischenfall in Leipzig.

Levushkin hat einen russischen und lettischen Pass. Er unterhalte seit zwei Jahrzehnten enge Kontakte zu GRU-Oberst Denis Smoljaninow, berichten Medien. Der russische Geheimdienstler soll auch in Verbindung stehen mit dem Unternehmen Longifolia. Dieses wird mit dem Paket-Brand in Leipzig/Halle vor zwei Jahren in Verbindung gebracht.

Unbemannter Kampfjet CA-1 EuropaVergrößern des Bildes
Eine Drohne des Startups Helsing Archivbild): Auch das Unternehmen in München steht im Visier des russischen Militärgeheimdienstes GRU. (Quelle: Peter Kneffel/dpa/dpa-bilder)
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