Prozess am Hamburger Landgericht
Nachbarin von Christina Block heute als Zeugin geladen
31.03.2026 – 09:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Nachbarin soll vor Gericht über Christina Blocks Umgang mit ihren Kindern aussagen. Was hat sie beobachtet?
Im Prozess um die Entführung der Kinder von Christina Block hat das Hamburger Landgericht am Dienstag eine Nachbarin der Angeklagten als Zeugin geladen. Sie soll laut einer Gerichtssprecherin über ihre Beobachtungen zum Umgang Blocks mit ihren Kindern berichten.
Zur Ladung kam es auf Initiative der Nebenklage. Nach Angaben von Nebenklagevertreter Philip von der Meden hatte sich die Frau von sich aus bei ihm gemeldet. Er beantragte daraufhin ihre Vernehmung. Von der Meden vertritt Blocks Ex-Mann Stephan Hensel, der in dem Verfahren als Nebenkläger auftritt.
Sollte die Zeit reichen, will die Strafkammer laut einer Gerichtssprecherin außerdem einen Hamburger Kriminalbeamten zum Geschehen Anfang 2024 befragen.
An seinem entscheidenden Punkt stockt das Verfahren: Die Vernehmungen israelischer Beschuldigter können wegen des Iran-Kriegs weiterhin nicht stattfinden – dabei gelten sie laut Gericht als zentral für den Prozessausgang.
Christina Block (52) soll eine israelische Sicherheitsfirma beauftragt haben, zwei ihrer Kinder vom Wohnort ihres Ex-Manns in Dänemark zu entführen. Der damals zehnjährige Junge und das 13-jährige Mädchen waren in der Silvesternacht 2023/24 gewaltsam nach Süddeutschland gebracht worden. Ihre Mutter holte sie von dort nach Hamburg. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette „Block House“, Eugen Block, bestreitet, den Auftrag zur Entführung erteilt zu haben.
Sie und ihr Ex-Mann haben vier gemeinsame Kinder. Die beiden Jüngsten hatte der Vater nach einem Wochenendbesuch 2021 bei ihm nicht wie vereinbart zurückgebracht. Er erhob Gewaltvorwürfe gegen die Mutter, die diese bestreitet.
Neben Block sind sechs weitere Personen angeklagt, darunter ihr Lebensgefährte, der frühere Sportmoderator Gerhard Delling (66). Auch er bestreitet, etwas Unrechtes getan zu haben. Ein weiterer Angeklagter, ein Israeli, hat seine Beteiligung an der Entführung gestanden.









