Nach Schulbrand
Interimsstandort: Hannover stellt Pläne für 25-Millionen-Projekt vor
01.07.2026 – 08:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Brand in der Grundschule Beuthener Straße steht der Plan für die kommenden Jahre fest. Die Stadt hat die Planungen für den Interimsstandort vorgestellt – der Umzug soll 2027 erfolgen.
Rund sieben Monate nach dem Brand der Grundschule Beuthener Straße hat die Stadt Hannover die nächsten Schritte angekündigt. Am Interimsstandort an der Erythropelstraße soll ein Schulgebäude aus vorgefertigten Modulen entstehen. Der Auftrag dafür ist inzwischen vergeben.
Der neue Interimsstandort entsteht rund zehn Gehminuten von dem abgebrannten Schulgebäude entfernt. Geplant ist eine dreigeschossige Ganztagsgrundschule mit Unterrichtsräumen, Mensa, Fachräumen, Bibliothek und Verwaltungsbereichen. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 25 Millionen Euro. Auf eine Aula und eine eigene Sporthalle muss aus Platzgründen allerdings verzichtet werden.
Belit Onay: „Ein schwerer Einschnitt“
Parallel treibt die Stadt die Sanierung und Erweiterung des denkmalgeschützten Stammstandorts voran. Geplant sind unter anderem zusätzliche Unterrichtsräume, eine verbesserte Ganztagsbetreuung, Barrierefreiheit und mehr Sportkapazitäten. Die Rückkehr an die modernisierte Grundschule ist nach aktuellem Stand zum Schuljahr 2031/32 vorgesehen.
„Der Brand der Grundschule Beuthener Straße war für die Schülerinnen und Schüler, ihre Familien und das Kollegium ein schwerer Einschnitt. Umso wichtiger ist es, dass wir heute eine konkrete und verlässliche Perspektive aufzeigen können“, sagte Oberbürgermeister Belit Onay. Mit dem Interimsstandort könnten die Kinder künftig wieder gemeinsam in ihrem Stadtteil lernen.
Bauarbeiten sollen im September beginnen
Der Bauantrag soll noch im Juli eingereicht werden. Die Bauarbeiten beginnen nach Angaben der Stadt im September, die Modulmontage ist ab Ende Oktober geplant. Zum Schuljahresbeginn am 18. August 2027 soll die Schule den Interimsstandort beziehen.
Der Brand Ende November 2025 hatte die Aula der Grundschule Beuthener Straße sowie angrenzende Sanitärbereiche und Flure zerstört. Ein regulärer Schulbetrieb am bisherigen Standort ist laut Stadt für mehrere Jahre nicht möglich.
Derzeit werden die Schülerinnen und Schüler an der Käthe-Paulus-Schule unterrichtet. Diese Übergangslösung bleibt auch im Schuljahr 2026/27 bestehen. Wegen steigender Schülerzahlen wird der erste Jahrgang vorübergehend an die Grundschule am Kronsberg ausgelagert. Ein Bustransfer soll beide Standorte verbinden.
