DFB-Neuling mit emotionalem Geständnis

„Nach dem Telefonat mit Klopp kamen mir die Tränen“


Aktualisiert am 22.09.2026 – 16:34 UhrLesedauer: 2 Min.

Younes Ebnoutalib: Er hat sich für die DFB-Elf und gegen Marokko entschieden. (Quelle: Federico Gambarini/dpa/dpa-bilder)

Frankfurts Stürmer Younes Ebnoutalib steht erstmals im Kader der deutschen Nationalmannschaft. Dabei hätte er auch für ein anderes Land auflaufen können.

Als Jürgen Klopp ihn anrief, um ihm seine Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft mitzuteilen, kamen Stürmer Younes Ebnoutalib von Eintracht Frankfurt die Tränen. Das verriet der 23-Jährige am Dienstag bei einer Medienrunde im DFB-Camp in Herzogenaurach.

Ebnoutalib schilderte emotional, wie er den Anruf des Bundestrainers erlebt hatte. An seinem trainingsfreien Tag befand er sich auf einem Sportplatz, als Klopps Nummer aufleuchtete. Mit der Nominierung hatte er nicht gerechnet. „Ich habe mir gar nichts dabei gedacht. Ich dachte, vielleicht will er nur fragen, wie es mir geht“, sagte der Frankfurter. Stattdessen erfuhr er von seiner Berufung in den Nationalkader.

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„Nach dem Telefonat kamen mir die Tränen“, berichtete Ebnoutalib. „Ich habe darüber nachgedacht, wo ich noch vor ein paar Jahren war und dass es krass ist, dass sich die ganze harte Arbeit gelohnt hat.“ Vor zwei Jahren spielte Ebnoutalib noch in der Regionalliga beim FC Gießen. Für eine deutsche U-Nationalmannschaft war er nie nominiert worden.

Younes Ebnoutalib und Jonathan Burkardt schossen sich zuletzt für Jürgen Klopp warm. (Quelle: Florian Wiegand/dpa/dpa-bilder)

Dass er nun für den DFB spielt, ist nicht selbstverständlich. Als Sohn eines ehemaligen marokkanischen Taekwondo-Profis hätte Ebnoutalib auch für Marokko auflaufen können. Sein Vater nahm 1997 die deutsche Staatsangehörigkeit an und gewann bei den Olympischen Spielen 2000 für Deutschland die Silbermedaille.

Marokkos Nationaltrainer Mohamed Ouahbi hatte Kontakt zu Younes Ebnoutalib aufgenommen. „Ich habe mit ihm gesprochen, aber es war nicht so ein intensiver Kontakt da“, sagte der Profi. Seine Entscheidung für Deutschland sei keine gegen Marokko: „Ich liebe beide Länder, es sind beide meine Herkunftsländer. Ich drücke Marokko weiterhin auch auf jeden Fall die Daumen.“

Den Ausschlag für den DFB gab Klopp

Den Ausschlag für den DFB gab Klopp. Bereits Anfang September hatte der Bundestrainer das Training von Eintracht Frankfurt besucht. „Da haben wir das zum ersten Mal besprochen“, erklärte Ebnoutalib. Über Klopp sagte er: „Er ist einer der besten Trainer der Welt. Er gibt uns positive Energie.“ Und weiter: „Wenn Klopp anruft, muss man hingehen.“

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