Nach Angriff auf Iran

Opec will offenbar Ölförderung stärker ausweiten

28.02.2026 – 13:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Eskalation im Nahen Osten schürt die Sorgen, dass die Ölversorgung beeinträchtigt werden könnte. (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-bilder)

Die Ölpreise waren aus Furcht vor einem Konflikt schon vor dem Angriff auf den Iran gestiegen. Nun wollen die großen Förderländer ihre ursprünglichen Pläne wohl ändern.

Das Ölkartell Opec+ erwägt Insidern zufolge wegen der US-israelischen Angriffe auf den Iran eine stärkere Ausweitung ihrer Ölförderung als bislang geplant. Dies sagten zwei mit den Beratungen vertraute Personen am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hätten demnach bereits in Erwartung möglicher Lieferausfälle durch den am Samstag begonnenen Militärschlag ihre Exporte erhöht.

Eine Entscheidung über eine höhere Fördermenge könnte bei einem für diesen Sonntag geplanten Treffen fallen. Wie stark die Produktion zusätzlich erhöht werden könnte, sei jedoch noch nicht besprochen worden, sagte einer der Insider. Bei dem Treffen von acht Mitgliedsstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und ihrer
Verbündeten sollte es ursprünglich nur um eine moderate Anhebung gehen.

Delegierten zufolge galt bislang eine Erhöhung der Fördermenge um 137.000 Barrel pro Tag für April wahrscheinlich. Damit sollte die steigende Nachfrage im Sommer bedient werden, die vor allem durch die Hauptreisezeit in den USA angetrieben wird.

Die Ölpreise waren aus Furcht vor einem Konflikt bereits vor Kriegsausbruch gestiegen. Am Freitag erreichte der Preis für die Sorte Brent mit 73 Dollar je Barrel den höchsten Stand seit Juli 2025. Der Iran ist der drittgrößte Produzent in der Organisation erdölexportierender Länder (Opec). Sein Anteil am weltweiten Ölangebot beträgt etwa 4,5 Prozent.

Eine Anhebung im April würde eine dreimonatige Pause bei den Produktionssteigerungen beenden. Es gibt zudem Anzeichen, dass die größten Förderländer im Nahen Osten ihre Exporte bereits hochgefahren haben. So dürfte der VAE-Ölproduzent Abu Dhabi im April mehr von seiner wichtigen Sorte Murban exportieren, wie zwei Händler am Freitag sagten. Auch Saudi-Arabien hat Insidern zufolge seine Ölproduktion und -exporte im Rahmen eines Notfallplans erhöht. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte ebenfalls unter Berufung auf einen Delegierten über eine mögliche stärkere Anhebung berichtet.

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