Kind trotz Reanimation gestorben

Nach verheerendem Brand: Howoge äußert sich

12.02.2026 – 12:08 UhrLesedauer: 2 Min.

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Im Video: „Für die Berliner Feuerwehr handelt es sich hier um eine besondere und belastende Einsatzsituation.“ (Quelle: dpa)

Bei einem Brand in einem Berliner Hochhaus kommt ein Kind ums Leben, Dutzende Menschen werden verletzt. Das sagt die Wohnungsbaugesellschaft Howoge.

Nach dem tödlichen Brand in einem Hochhaus in Berlin-Friedrichsfelde hat sich die Wohnungsbaugesellschaft Howoge zu dem Fall geäußert. 21 Wohnungen seien derzeit polizeilich gesperrt, teilte die Howoge am Donnerstagmittag mit.

Ein Großteil der Bewohner komme während der Untersuchungen privat unter, acht Mieter seien in Hotels untergebracht. Der Strom im Gebäude funktioniere vollständig, ein Teil der Heizungen sei jedoch abgeschaltet. Der Aufzug stehe zudem still.

Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr retteten am späten Mittwochabend rund 70 Menschen aus dem Hochhaus. Ein Kind, das zunächst reanimiert wurde, erlag später seinen Verletzungen im Krankenhaus. Eine Frau und ein weiteres Kind erlitten schwere Verletzungen, deren aktueller Zustand unklar ist. Alle drei wurden laut Feuerwehr bewusstlos im Hausflur der dritten Etage gefunden. Auf der Fahrt ins Krankenhaus wurden sie ebenfalls reanimiert.

Insgesamt wurden acht Menschen in Krankenhäuser gebracht. Nach Angaben der Behörden brach das Feuer in einer Wohnung aus und breitete sich dann weiter aus. Als die Einsatzkräfte eintrafen, brannte die Wohnung bereits komplett, im ganzen Gebäude breitete sich Rauch aus. Aus den Fenstern schlugen Flammen.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelte es sich um eine sogenannte Messie-Wohnung; die große Unordnung erschwerte die Brandbekämpfung. Mehr dazu hier.

Der Bewohner der Wohnung hatte sich laut Feuerwehr selbst nach draußen retten können. Auch andere Bewohner des Hauses gelangten einem Sprecher zufolge selbst ins Freie, viele andere wählten den Notruf oder machten an den Fenstern auf sich aufmerksam. Sie wurden von Feuerwehrtrupps durch das Treppenhaus nach draußen gebracht. I

Ulrich Schiller, Howoge-Geschäftsführer, sagte: „Wir trauern mit der Familie und können den Schmerz über den Tod des Kindes kaum in Worte fassen“. Das Unternehmen sichere allen Betroffenen Unterstützung zu.

Ein Gutachter und das Schadenbüro der Howoge prüfe vor Ort die Lage. Sozialhelfer und Seelsorger des Bezirks betreuen die Bewohner. Das Wohnungsunternehmen will nach der Freigabe des Gebäudes durch die Polizei die Bewohnbarkeit rasch wiederherstellen. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern an. Die Einsatzkräfte prüften etwa 60 Wohnungen; einsturzgefährdet ist das Haus nicht.

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