Hitzewelle oder Regenwetter?

Nach den Unwettern wird es spannend


Aktualisiert am 19.07.2026 – 06:22 UhrLesedauer: 4 Min.

Die Karte zeigt die Temperaturprognose für den 24. Juli: Ein Tief aus dem Norden bestimmt zum Ende des Juli das Wetter in Deutschland.

Ein Tief aus dem Norden bestimmt zum Ende des Juli das Wetter in Deutschland. Die Karte zeigt die Temperaturprognose für den 24. Juli.

Schwere Unwetter und Gewitter beenden die Hitzewelle in Deutschland. Wie es danach weitergeht, ist offen. Zwei führende Wettermodelle kommen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen.

Das Sommerwetter bekommt einen deutlichen Dämpfer. Eine Störung durchbricht die Hochdrucklage und peitscht Unwetter über Deutschland. Anschließend strömt von Skandinavien kalte Luft ins Land. Özden Terli, Diplom-Meteorologe und Wetterexperte des ZDF, erklärt auf Anfrage von t-online: „Am Samstag dürfte sich die deutlich frischere Luft dann in weiten Teilen Deutschlands durchgesetzt haben.“ Damit endet die heiße Wetterphase auch im Südwesten Deutschlands. Doch wie lange die Hitze-Verschnaufpause anhält, ist offen.

Nach dem Durchzug der Störung stellt sich die entscheidende Frage: Bleibt es bei einer längeren Phase mit gemäßigten Temperaturen oder kehrt das Hitzewetter bald zurück?

  • Bad Bunny-Konzert abgebrochen: Unwetter mit Hagel trifft Zuschauer
  • DWD gibt Warnstufe Rot heraus: Schwere Unwetter rollen über Deutschland

Die großen Wettermodelle kommen für die Zeit ab Ende Juli zu unterschiedlichen Ergebnissen – und zeichnen zwei völlig verschiedene Szenarien für den weiteren Verlauf des Hochsommers.

Im Video | So wird das Wetter in Ihrer Region

Quelle: Glomex

Erstes Wetterszenario: Gemäßigter Sommer

Das europäische Wettermodell (ECMWF) prognostiziert einen grundlegenden Umbau der Großwetterlage. Demnach reißt das Tief aus Skandinavien eine breite Lücke in die Hochdruckzone über Europa. Zwar versucht das Azorenhoch vom Süden her, sich wieder auszudehnen. Doch nach dieser Wetterprognose erhält die Störung Unterstützung durch ein weiteres Tiefdruckgebiet, das sich über Island entwickelt. Das Azorenhoch hat gegen die beiden nach dieser Berechnung keine Chance.

Die Folgen für das Wetter in Deutschland? Zwischen Island und Skandinavien könnte sich eine stabile Tiefdruckzone etablieren, die immer wieder neue Störungen nach Mitteleuropa lenkt. Das Wetter würde sich demnach deutlich beruhigen, allerdings auf einem gemäßigten Temperaturniveau.

Zwischen dem 24. Juli und dem 1. August liegen nach dieser Wetterprognose die Höchstwerte in Deutschland zwischen 20 und 25 Grad. Bei längeren sonnigen Abschnitten wären im Westen und Südwesten vereinzelt bis zu 28 Grad möglich, örtlich könnten auch kurzzeitig 30 Grad erreicht werden. In Schauergebieten blieben die Temperaturen dagegen teilweise unter 20 Grad. ZDF-Wetterexperte Terli hält dieses Szenario aktuell für plausibel: „Wahrscheinlich bleibt das Wetter zunächst wechselhaft mit wiederkehrenden Schauern“, sagt er t-online.

(Quelle: t-online)
Share.
Exit mobile version