Bei Zwangsräumung im November
Attacke auf Gerichtsvollzieher: Mann wegen Mordes angeklagt
17.03.2026 – 16:57 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Gerichtsvollzieher klingelt bei einem Mann an der Tür – kurz darauf kämpft er um Leben und Tod. Jetzt kommt der Fall vor Gericht.
Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat Anklage wegen Mordes gegen einen 42-Jährigen erhoben, der im November einen Gerichtsvollzieher getötet haben soll. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.
Die Tat ereignete sich am Morgen des 25. November 2025. Laut Staatsanwaltschaft soll der Beschuldigte die Räumung seiner Wohnung in Bexbach zunächst mündlich verweigert haben. Als der Gerichtsvollzieher danach eintrat, soll der Beschuldigte aus Wut mit einem Jagdmesser auf ihn losgegangen sein. Dabei habe er mindestens 13 Mal auf den Kopf und den Oberkörper des 58-Jährigen eingestochen.
Die Behörde sieht gleich drei Mordmerkmale erfüllt: niedrige Beweggründe, Heimtücke und eine grausame Begehungsweise. Geplant sei die Tat nicht gewesen – sie sei spontan erfolgt. Kurz nach dem Angriff wurde der 42-Jährige festgenommen. Zunächst lautete der Vorwurf Totschlag.
Ein psychiatrisches Gutachten ergab den dringenden Verdacht, dass der Mann an einer psychischen Krankheit leide, die bei der Tat eine Rolle gespielt haben könnte. Daraufhin kam er vorübergehend in eine psychiatrische Einrichtung.
Nun muss das Landgericht Saarbrücken entscheiden, ob es die Anklage zulässt. In einem möglichen Prozess wäre auch zu klären, ob der Mann dauerhaft in einer geschlossenen Einrichtung für psychisch kranke Straftäter untergebracht werden soll.










