Nach Klage in Ungarn
CSD Berlin will Budapester Bürgermeister einladen
29.01.2026 – 13:00 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Berliner CSD will den Budapester Bürgermeister für die diesjährige Demonstration einladen. Damit soll ein Zeichen gesetzt werden.
Der Berliner CSD hat die Landesregierung aufgefordert, den Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony offiziell zum Christopher Street Day 2026 einzuladen. Der Verein begründet dies mit der Anklage gegen Karácsony, die nach der Genehmigung einer Pride-Demonstration 2025 in Budapest erhoben wurde.
Die strafrechtliche Verfolgung eines Bürgermeisters für die Ermöglichung einer friedlichen Demonstration gefährde Versammlungsfreiheit und demokratische Grundrechte in Europa, so der Verein.
Der Vorstand des Berliner CSD sagte: „Wenn ein demokratisch gewählter Bürgermeister dafür angeklagt wird, dass er eine friedliche Demonstration ermöglicht, dann ist das ein direkter Angriff auf die Grundpfeiler der Demokratie“. Berlin müsse als Partnerstadt Budapests „sichtbar Solidarität zeigen“.
Der Verein begrüßte die bestehenden Austausch- und Kooperationsmaßnahmen zwischen den Partnerstädten. Eine offizielle Einladung würde diesen Austausch stärken und ein Zeichen internationaler Solidarität setzen.
Zusätzlich forderte der Berliner CSD alle demokratischen Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus auf, sich öffentlich gegen das Vorgehen zu positionieren und ihre Solidarität mit dem Budapester Bürgermeister zu erklären. Der diesjährige CSD soll laut Hauptstadtportal berlin.de am 25. Juli 2026 stattfinden.









