Westlich von Britannien
Diese weltberühmte Insel wird nie ein Sterblicher betreten
28.03.2026 – 06:57 UhrLesedauer: 3 Min.
Kein Sterblicher soll sie je betreten haben: Avalon, die mystische Insel der Artussage. Seit Jahrhunderten fasziniert sie Dichter, Forscher und Fantasten. Aber wo liegt sie eigentlich?
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Avalon gehört zu den berühmtesten mythischen Orten Europas – eine Insel, die nie eindeutig verortet wurde und doch seit Jahrhunderten die Fantasie der Menschen beflügelt. Ihre bekannteste Rolle spielt sie in der Artussage, in der sie als geheimnisvoller Zufluchtsort erscheint.
Als König Artus in seiner letzten Schlacht schwer verwundet wird, bringen ihn Gefährten über das Wasser nach Avalon. Dort soll er geheilt werden oder, je nach Version der Sage, in einer Art Zwischenzustand auf seine mögliche Rückkehr warten. Auch das sagenumwobene Schwert Excalibur ist eng mit der Insel verbunden, was Avalon zusätzlich zu einem Ort von besonderer symbolischer Bedeutung macht: Es steht für Übergang, Heilung und die Grenze zwischen Leben und Tod.
Wo genau Avalon liegen soll, ist bis heute ungeklärt. Genau das ist Teil ihres Mythos. In vielen Erzählungen liegt die Insel im Westen, jenseits der bekannten Welt, oft verborgen im Nebel und nur schwer zu erreichen.
Dennoch gab es mehrfach Versuche, Avalon geografisch zu verorten. Manchmal ist die Rede von „westlich von Britannien“. Besonders häufig wird das englische Glastonbury genannt, dessen markanter Hügel, Glastonbury Tor, im Mittelalter mit der Sage in Verbindung gebracht wurde. Sogar ein angebliches Grab von König Artus wurde dort entdeckt – wohl nicht zuletzt, um dem Ort religiöse und politische Bedeutung zu verleihen. Beweise für eine tatsächliche Verbindung gibt es jedoch nicht.
Bewohnt wird Avalon in den Überlieferungen von magischen Frauen, allen voran von der Priesterin Morgana, der Halbschwester von Artus. In vielen Versionen ist sie Teil eines Kreises von mächtigen Frauen, die über besondere Heilkräfte und magisches Wissen verfügen. Avalon erscheint damit als ein Ort weiblicher Spiritualität, geprägt von Priesterinnen, Druiden und einer tiefen Verbindung zur Natur, zur Magie und zu alten religiösen Traditionen.
